Bootsbesitzer am neuen Anleger sollen mit auf das Greifvogelbiotop achten

Marina Wieltsee: Pächter saniert ehemaligen THW-Steg

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Auf dieser Fläche sollen die Gäste der Marina parken. Wer dort ein Boot hat, darf für sein Auto die Schranke öffnen.

Sudweyhe - Von Sigi Schritt. Partygänger, die bislang im Sudweyher Greifvogelbiotop gefeiert und viele Scherben, Verpackungsfolien und Grillreste hinterlassen haben (wir berichteten), haben jetzt einen Platz weniger, an dem sie ungestört laue Nächte verbringen können. Marina-Pächter Ralf Hartwig hat gegenüber der schwimmenden Gaststätte Smokey Island – auf der Landzunge zwischen Weser und Wieltsee-Einfahrt – einen neuen Steg errichtet. „Die Lieger passen jetzt auf das Gelände auf“, ist sich der Unternehmer sicher.

„An dieser Stelle gab es schon einmal einen Steg“, bestätigt auf Anfrage Weyhes Baudirektor Steffen Nadrowski. „Dort lagen Boote des Technischen Hilfswerks.“ Der Steg war in die Jahre gekommen. „Das war ein Schandfleck“, wird Hartwig deutlich. Der Unternehmer kritisiert, dass in der Vergangenheit Unbekannte nicht nur viel Müll abluden, sondern auch ganze Autoreifen, Motorblöcke und andere Autoteile im Sand vergruben. „Die Stege sind nicht nur wieder verkehrssicher, sondern sie sehen auch optisch gut aus“, so Hartwig.

Die Arbeiten sind abgeschlossen. Strom ist nun auch vorhanden, damit die Lieger beispielsweise in der Lage sind, elektrische Geräte wie Kühlschränke zu betreiben.

An einer anderen Stelle hat Hartwig auch für klare Verhältnisse gesorgt: „Wir haben eine Schranke vor dem Gelände errichtet“, sagt er. Motorisierte Gäste hätten sich nicht an die Parkordnung gehalten, begründet er. Doch Ausflügler müssen nicht auf Stellplätze verzichten. Im Gegenteil. Für die auswärtigen Marina-Gäste stellt er eine Fläche von 900 Quadratmetern als Parkraum zur Verfügung. Hartwig habe festgestellt, dass seine vielen Bemühungen, die Marina in ein Schmuckstück zu verwandeln, Früchte bringen. Er ist vor zweieinhalb Jahren mit der Gemeinde einen langjährigen Pachtvertrag eingegangen. „Rund 220 Boote können hier liegen. Mit der Auslastung bin ich sehr zufrieden, Investionen in den Sanitärbereich mit Duschen und Toilettenanlage machen sich bemerkbar. Die Marina wird als Filetstück angenommen. Dazu zählt auch die besonders gute Wasserqualität des Wieltsees und die Infrastruktur drumherum.“

Für den Sommer ist Hartwig gerüstet, denn dann wird es bekanntlich eng: Neben den Liegern aus der Region wie aus Hamburg, Hannover und Dortmund dient das Areal als Anlaufpunkt für Weyher Erholungssuchende und Gäste der Bootsbesitzer.

Ralf Hartwig plant, für auswärtige Wassersportler einen eigenen Steg zu bauen, weil die in Gruppen schon mal mit bis zu 20 Booten vorbeikämen.

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