Marco Linke hat 1800 Vorstellungen gespielt

Auf der Weyher Bühne zu Hause

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In dieser Szene aus dem Stück „Ein Traum von Irland“ sitzt Marco Linke auf dem Schoß von Lisette Groot. Kollege Patrick Kuhlmann schaut vergnügt zu.

Kirchweyhe - Marco Linke hat im Ensemble des Weyher Theaters in einer Vielzahl von Stücken gezeigt, wie groß sein Rollenfach ist. Bald feiert er sein zehnjähriges Bühnenjubiläum.

Der gebürtige Ostwestfale hatte von 2001 bis 2005 eine Ausbildung zum diplomierten Bühnendarsteller, Schwerpunkt Schauspiel, an der Stage School of Music, Dance and Drama in Hamburg absolviert.

Am 17. Februar 2006 spielte er, wie Dramaturg Frank Pinkus mitteilt, seine erste Vorstellung als bezahlter Bühnenprofi, und zwar am Theaterschiff Bremen in der 1980er-Jahre-Revue „Ich will Spaß“. Auf den Tag genau kann er im Weyher Theater mit der ersten Voraufführung zum Agatha- Christie-Krimi „Mord an Bord“ einen runden Geburtstag feiern, wenn in die Rolle des Simon Mostyn schlüpft.

Damals, nach seinem ersten Auftritt, folgten zunächst mehrere Jahre im Theaterschiff-Ensemble in Erfolgsstücken wie „Typisch Mann“, „Loriots Dramatische Werke“, „Sixty Sixty“ und „Hossa“ sowie Engagements am Bremer Packhaustheater, an der Komödie Kassel und auf dem Theaterschiff Lübeck. Dort lernte er auch den Intendanten des Weyher Theaters, Kay Kruppa, kennen, als Kruppa dort „Ekel Alfred – Ein Herz und eine Seele“ inszenierte. Die Chemie stimmte sofort – und so kam es zum ersten Engagement von Marco Linke am Weyher Theater in der musikalischen Komödie „Oh Boy!“. Das war im Jahr 2012. Seitdem hat er sich dem Publikum in zahlreichen Rollen gezeigt. Erinnert sei an seine Figuren in den Komödien „Alles hat seine Zeit“, „Männer für gewisse Stunden“ und „Herrenabend“. Glänzen konnte er aber auch als springlebendiges Sams im gleichnamigen Weihnachtsmärchen, als Charly Babbitt in „Rain Man“, als Bogs im Drama „Zweimal Lebenslänglich“ und als zwielichtiger Tony Wendice in „Bei Anruf Mord“ – das zeigt laut Pinkus, wie wandlungsfähig Marco Linke auf der Bühne ist. Der Darsteller hat in zehn Jahren knapp 1800 Vorstellungen gespielt, darunter Komödien, Krimis, Dramen, Musik-Revuen, Musicals und Kinderstücke. Er ist dabei immer Bremen und dem Umland treu geblieben – nicht zuletzt deshalb zog er dann auch 2013 in die Hansestadt.

Vor einigen Wochen hat sich sein „Hausstand“ etwas vergrößert – gemeinsam mit seiner Partnerin und Kollegin Petra Stockinger bekam er eine kleine Tochter.

Linke hat auch zunehmend hinter den Kulissen gearbeitet, zunächst als Regieassistent, dann auch als Regisseur.

So hat er seine eigenen Märchenbearbeitungen „Rapunzel“ und „Rotkäppchen“ an der Komödie Kassel inszeniert. Seit fünf Jahren ist er auch als Autor tätig, sehr erfolgreich zum Beispiel mit der 1950er-Jahre-Revue „Sing, Baby, Sing“, die in Lübeck, Kassel und auf dem Bremer Theaterschiff aufgeführt wurde. Seine Komödie „Landeier 2“ feiert im Februar am Packhaustheater Bremen Premiere.

ps/sie

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