Leester Feuerwehr integriert HLF 20 in den Fuhrpark

Mächtiger Allrounder im Team - 300.000 Euro schwer

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Tobias Krüger und Jonas Baum stellen den Mitgliedern der Leester Ortswehr die Besonderheiten des neuen Fahrzeugs vor.

Leeste - Von Sigi Schritt. Nur der Name klingt sperrig, der Inhalt ist aber alles andere: Die Feuerwehr Leeste hat kürzlich ein neues „Hilfsleistungslöschgruppen-Fahrzeug“ (HLF) 20 in ihren Fuhrpark integriert. Es ist zwar noch nicht offiziell übergeben, doch es hat sich bereits im Einsatz bewährt.

Hinter der Bezeichnung verbirgt sich ein rund 300.000 Euro teures Feuerwehrauto, das die Firma Rosenbauer International AG in Luckenwalde auf einem MAN-Fahrgestell gebaut hat.

Laut Ortsbrandmeister Jonas Baum und seinem Stellvertreter Tobias Krüger ist das HLF 20 ein Allrounder. Es sei gleichermaßen für den Brandeinsatz als auch für technische Hilfeleistungen geeignet. „Bei einem Unfall fährt es als erstes mit einer ganzen Löschgruppe raus!“ Insgesamt können neun Einsatzkräfte – davon vier Atemschutzträger – einsteigen, erklärt Baum.

Die Feuerwehrleute finden „im Bauch“ des Spezialautos jede Menge Gerätschäften, um laut Baum effektiv Hilfe zu leisten. „Wir haben das große Besteck zur Verfügung, um etwas Ausrichten zu können.“ Beispielsweise ist ein hydraulischer Spreizer, um Metall aufzubiegen, ebenso mit an Bord wie ein Tank mit 2400 Liter Wasser samt Schaummittel und -kanone. In den Fächern im Heck finden sich zahlreiche akku-betriebene Schrauber und Säbelsägen. 

Um die Dachhaut eines Autos zu öffnen, kann die Besatzung eine Motorrettungssäge herausholen, die sogar in der Lage ist, mit Nägeln versehene Konstruktionswände zu trennen. Doch wo setzen sie an, um sich oder Fahrzeuginsassen nicht zu gefährden? Sie haben jetzt ein Tablett-Rechner zur Verfügung, in dem sie per Code Auskunft über die Statik und Besonderheit des betreffenden Fahrzeugs erhalten. Den Code übermittelt die Leitstelle, nachdem die Einsatzkräfte das Kennzeichen durchgegeben haben.

Neues Spezialfahrzeug für Leester Feuerwehr

Die Feuerwehrleute können weiterhin auf Großgerät zurückgreifen, erklärt Krüger. Damit bei einem Gebäude die Rettungswege frei von Rauch sind, setzt die Feuerwehr einen Hochleistungsbelüfter ein, der ebenfalls mit an Bord ist. Es steht eine Pumpe zur Verfügung, die sogar ganze Tennisbälle ansaugen könnte. In der Nacht leuchtet ein Teleskop-Lichtmast die Unfallstelle aus.

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