Was sperrig klingt, muss weg: Gemeinde sucht Namen für das neue Kultur- und Bildungszentrum Leeste (KBL)

Lust auf ‘n Kaffee im KBL?

Gute Frage: Welchen Namen soll das neue Kultur- und Bildungszentrum bekommen? 
Grafik: Gemeinde
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Gute Frage: Welchen Namen soll das neue Kultur- und Bildungszentrum bekommen? Grafik: Gemeinde

Leeste – Die Kreativität der Weyher Bürger ist gefragt! Und zwar bei der Namensfindung zum am Henry-Wetjen-Platz in Leeste entstehenden Kultur- und Bildungszentrum (KBL) – so der aktuell lautende Arbeitstitel. Dass der nicht so bleiben soll, versteht sich von selbst.

Auf fast 900 Quadratmetern soll im Jahr 2022 ein ganz besonderer Treffpunkt in Leeste entstehen. Ein Bau, der eine Bibliothek, die Volkshochschule und ein Café unter einem Dach beheimatet. Was heute noch unter der Bezeichnung KBL läuft, soll laut Sebastian Kelm, Pressesprecher der Gemeinde Weyhe, einen „schmissigen und eingehenden“ Namen bekommen. Um den zu finden, benötigt die Gemeinde Hilfe von den Weyher Bürgern, und bittet bis zum 15. September um Einsendung von Namensvorschlägen.

„Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt“, sagt Kelm und wirft dafür symbolisch fünf Euro ins Phrasenschwein. Dennoch führt er richtungsweisend aus: „Das Haus ist für alle Weyher und das Umland da. Daher wollen wir weg von dem Namen KBL“, in dem das L für Leeste steht. Es sollen sich auch die Bürger außerhalb des Ortsteils mit dem Namen für den entstehenden Komplex angesprochen fühlen und identifizieren können. Als analoges Beispiel führt Kelm die benachbarte Alte Wache an, die ebenfalls mehrere Einrichtungen unter einem Dach habe. Die Alte Wache sei den Weyhern einfach ein Begriff.

Susanna Clottey vom Fachbereich Bildung und Freizeit erklärt, dass sie sich bei der Idee dieses „Großprojekts“ an den Skandinaviern orientiert haben. Dort seien Bibliotheken weg vom Image der bloßen Ausleihe, hin zum Freizeit-Treffpunkt gegangen. So könnte es auch in Weyhe sein.

Der 15. September sei bewusst als Einsendeschluss gewählt worden, damit Schulen nach den Ferien auch noch mitmachen können. Denn, so die Vermutung, seien doch Kinder und Jugendliche die Altersgruppen, die vermehrt den Treffpunkt nutzen würden.

Nach Einsendeschluss soll es eine gemeindeinterne Jury geben, die drei bis fünf der Namensvorschläge auswählt, um dann die Öffentlichkeit zur demokratischen, finalen Abstimmung bittet. Der Sieger soll am Ende sogar eine kleine Anerkennung erhalten.

Der Stadtplaner Christian Silberhorn berichtet, dass das Ende der Planungen zu sehen und daher nun der beste Zeitpunkt sei, sich über einen Namen Gedanken zu machen. „So ein bedeutendes Gebäude sollte einen eigenen Namen haben“, betont er. Zwar habe es durch die Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen finanzielle Verzögerungen bei den Fördermitteln gegeben, doch sei laut Silberhorn trotzdem alles im Zeitplan. 2022 soll der Bau fertig sein.

Vorschlag einsenden

per E-Mail bis zum 15. September an namenssuche@weyhe.de

Von Lisa-marie Rumann

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