Lions Club Bremer Süden kooperiert mit dem Edeka-Verbrauchermarkt Husmann

Löwen wollen Weyher Leergut

Wandeln das Bongeld für das Leergut ihrer Kunden in Spenden für den Lions Club Bremer Süden um: Diplom-Ökonom Florian Husmann (r.) sowie Marktleiterin Manuela Kayser.
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Wandeln das Bongeld für das Leergut ihrer Kunden in Spenden für den Lions Club Bremer Süden um: Diplom-Ökonom Florian Husmann (r.) sowie Marktleiterin Manuela Kayser.

Weyhe – Mit viel Aktionismus haben die Mitglieder des Lions Clubs Bremer Süden in den vergangenen Jahren durch Erlöse aus Veranstaltungen Mittel erwirtschaftet, um Menschen in Not finanziell zu unterstützen. Daran wollen sie anknüpfen, benötigen dafür Geld. Der Club geht neue Wege, um seine Spendenkasse aufzufüllen.

Wegen der Corona-Pandemie musste die Frühjahrsmarkt-Tombola ebenso ausfallen wie das Weinfest, so Past-Präsident Florian Walter. Auf das Aufstellen eines Verkaufswagens auf dem Fest Summer in the City mussten die Löwen 2020 ebenfalls verzichten.

Die Löwen haben jedoch die unfreiwillige Pause genutzt, um mit dem Kirchweyher Edeka-Verbrauchermarkt Husmann eine Kooperation einzugehen. Was das konkret heißt? Kunden, die Leergut zurückgeben möchten, können ab sofort direkt am Automaten entscheiden, ob sie einen Beleg bekommen möchten, um sich den Betrag auszahlen zu lassen, oder der Automat registriert, dass der Pfandbetrag ab sofort dem Lions Club zur Verfügung gestellt wird.

Welche Summen zu erwarten seien, könne Marktleiterin Manuela Kayser nicht prognostizieren, denn es fehlten Erfahrungswerte.

Das Projekt laufe unbefristet, so Florian Husmann, der neben dem Weyher Stammhaus noch drei weitere Märkte betreibt. Für ihn sei es eine Ehrensache, die Lions zu unterstützen. Die Hilfsbereitschaft der Kunden entscheide, wie hoch die Spende für die Löwen ausfällt. „Jede Summe zählt“, sagt Florian Walter. Er hofft auf viele spendenfreudige Weyher.

Ob die Haupteinnahmequelle, das Weinfest, in diesem Jahr wieder sprudelt, könne Florian Walter zu diesem Zeitpunkt noch nicht einschätzen. Eine generelle Absage will er aber auch nicht verkünden. „Wenn wir die Möglichkeit bekommen, stellen wir was auf die Beine.“ Normalerweise planten sie ein Jahr im Voraus, erklären die Löwen.

Allerdings benötigen sie viel weniger Zeit, das Geld wieder für einen guten Zweck auszugeben. „Die Not hat viele Gesichter“, sagt Martin Weniger, Vorsitzender des Lions-Fördervereins. Die Vereinigung der Löwen sei kein Sparverein, sondern ein Gremium, das Geld ausgeben möchte. Er zählt manche Aktion auf, die trotz Corona umgesetzt worden sei. Als Beispiel führte er einen Wohnungsbrand an, bei dem eine Familie mit zwei Kinder zu Schaden gekommen sei. Plötzlich sei alles weg gewesen: Spielzeug, Kleidung. Die Kinder hätten mit ihren Eltern ins Hotel ziehen müssen. Die Kinder benötigten Sachen, und die Lions finanzierten sie mit einem vierstelligen Betrag.

Die Lions hätten zuletzt auch die Leester Hundertwasser-Grundschule unterstützt. Die Lehrer möchten zusammen mit den Schülern eine kleine Streuobstwiese samt Beerenobst anpflanzen, erläutert Weniger. Die Löwen finanzieren zum Beispiel die Umrandung eines Beets.

Von einem Projekt zur Integration seien die Lions-Mitglieder ebenfalls sehr angetan gewesen. Eine junge Schülerin, die erst seit zwei Jahren in Deutschland lebt, sei bereits in ihrem Heimatland sehr gut gewesen. Ihr Lehrer schlug vor, dass dieses Mädchen ein Intensiv-Aufbau-Seminar Deutsch besucht, um dem Stoff im Gymnasium besser folgen zu können.

Ein weiterer Posten, der schon mal fünfstellig sein könne, sei eine Geldspritze für Kinder im Rahmen der Weihnachtshilfe. Schulen, die Kirchengemeinden und auch die Sozialstation würden Namen nennen. Das können rund 250 Kinder sein, erklärt Martin Weniger.

Von Sigi Schritt

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