Leester Weihnachtsmarkt lockt zahlreiche Besucher an die Stände

Glühwein, Kultur und Besuch vom Mann in Rot

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Lina freut sich über den Weihnachtsmann.

Leeste - Von Rosi Freyer. Kirche und Weihnachtsmarkt – zwei Dinge, die sich gut ergänzen und zusammengehören. Auch ein Grund, weshalb der Weihnachtsmarkt der Leester Werbegemeinschaft ein ganz besonderer ist. Ein kleines Holzbudendorf rund um die angestrahlte Marienkirche, alles mit unendlich vielen Kerzen und Lichterketten beleuchtet, sorgt für Wohlfühlambiente.

Rund 35 Anbieter, darunter 15 Kunsthandwerker, hatten mit viel Mühe und Liebe ihre Hütten ausgestaltet und freuten sich am Wochenende auf die Besucher. Trotz des kalten Windes verzeichneten die Veranstalter schon zur Eröffnung eine gute Resonanz, die sich aber mit Einbruch der Dunkelheit steigerte. Und auch der Weihnachtsmann war vor Ort.

Kerstin Wecky aus Kirchweyhe war mit ausgefallenen Gestecken und Kränzen gekommen. „Ich habe alles selbstgemacht“, versicherte die Hobbykünstlerin und man konnte sehen, wie viel Herzblut in einem solchen Kranz steckt. Übrigens ähnelte kein Gesteck dem anderen, jedes Teil hatte seine eigene Note.

Die Delmewerkstätten boten Marmeladen, Öle, Körnerkissen und kleine Holzarbeiten wie bunte Vogelhäuschen oder Tabletts an, die die Werkstatt Bassum gefertigt hatte. Wer einen besonders individuellen Weihnachtskartengruß suchte, wurde ebenfalls fündig. Bildungsbegleiterin Jutta Hainle und Jennifer Lässig, die in den Delmewerkstätten ihr freiwilliges soziales Jahr absolviert, standen hinter dem Verkauftresen. Sie sei dankbar, dass es junge Leute gebe, die sich für solch ein Jahr entschieden, sagte Hainle, denn ohne deren Hilfe wären Einrichtungen wie die Werkstätten „aufgeschmissen“.

Warm und gemütlich ging es im Zelt des Jugendrotkreuz zu, wo es selbst gebackenen Kuchen gab. Auf dem Markt verkauften Jugendliche aus der Gruppe Lose zu 50 Cent, die das große Glück versprachen. Klar, dass auch der Förderverein der Marienkirche nicht fehlte, der nicht nur den beliebten Glockenwein verkaufte, sondern auch Karten für das Benefizkonzert in Restaurant „Vivaldi“ im Angebot hatte. Gegen die „brutale Kälte“, wie der Vereinsvorsitzende Reinhard Osterloh, Vorsitzender sagte, boten die Mitglieder heißen Kaffee an.

Alle Jahre wieder war auch Gisela Thiele am Stand der Leester Werbegemeinschaft anzutreffen. Sie hatte gut zu tun, denn die Gäste tranken gerne Glühwein und alkoholfreien Punsch gegen kalte Finger und rot gefrorene Nasen.

Da der Organisator des Geschehens, Michael Quittek, immer auf Ausgewogenheit an Kultur und Genuss achtet, gab es in und vor der Kirche ein umfangreiches Programm an Musik und Aufführungen.

Weihnachtsmarkt in Leeste

Gleich zu Beginn ging in der Kirche nichts mehr, alle Plätze waren besetzt, in den Gängen drängten sich Besucher. Der Auftritt der Ganztagsgrundschule Leeste stand auf dem Programm und weder Eltern, Geschwister, Großeltern und Freunde wollten den Auftritt ihrer Kleinen verpassen.

Obwohl es der 40. Weihnachtsmarkt war, hat er an Attraktivität nichts verloren, sondern durch die „neue“ Heimat an der Kirche und auf dem Gelände rundum nur gewonnen.

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