Baumpfleger fällt einige Meter hohe Roteiche in der Nähe der Polizei

Leester Straße für mehrere Stunden gesperrt

Die Kettensäge heult auf und sägt den Stamm in zwei Hälften. Foto: Sigi Schritt

Weyhe - Von Sigi Schritt. Wenn Bäume fallen, ist das für viele Bürger in Weyhe ein Ärgernis. Am gestrigen Sonntag ist sogar ein sehr großer Baum, eine mehrere Meter hohe amerikanische Roteiche im Herzen von Leeste, mit der Kettensäge so lange von der Krone abwärts bearbeitet worden, bis nur noch ein kleiner Rest vom Stamm zu sehen war.

Der stattliche Baum befand sich an der Leester Straße in Sichtweite des Weyher Polizeikommissariats und umsäumte mal in einem Ensemble von insgesamt acht amerikanischen Roteichen den Parkplatz des ehemaligen Leester Hotels von Dietrich Struthoff.

Weshalb aber die Fällaktion notwendig war, erläutert Florian Ficht, Baumpfleger aus Twistringen, der für den Weyher Maschinenring Umweltservice arbeitet. Ficht zeigt auf die anderen Bäume, die allesamt nicht gefällt werden sollen. Dort ragen schwere Äste über die Straße. Das war auch so beim gefällten Baum. Da einige tausend Fahrzeuge am Tag die Straße passieren, müsse eine besondere Sorgfaltspflicht gelten, erklärt er. Und in einer Höhe von etwa 1,8 Metern war der Baum morsch. Er hatte eine besondere Verdickung, ergänzt er. Für den Fachmann sei das ein Hinweis gewesen, dass man sich diese Stelle besonders anschauen müsse. Das hat vor Wochen der Baumsachverständige Andreas Block-Daniel gemacht und festgestellt, dass die Restwandstärke arg dezimiert worden und im Grenzbereich sei. Dieser Fachmann hatte den Stamm durchgemessen und kam zum Ergebnis, dass jene Roteiche weichen müsste. Alle anderen Bäume dürfen stehen bleiben, nur das Totholz müsse entfernt werden. Deshalb war die Leester Straße am Samstag und Sonntag auch für einen Zeitraum von 14 Stunden für den Autoverkehr voll gesperrt. Nachdem Ficht den Stamm in beschriebener Höhe durchschnitt, konnte er das angeschlagene Stammholz problemlos mit den Händen herauspulen. Mithilfe eines Werkzeugs geht das butterweich. Die Ursache: Vor Jahrzehnten sei ein Ast abgetrennt worden, und durch diesen Schnitt hatte sich die Fäulnis eingenistet. Der Zeitpunkt zur Straßensperrung hätte laut Florian Ficht nicht besser gewählt werden können, denn wegen der Corona-Pandemie sind die Bürger daheim geblieben, um Sozialkontakte zu vermeiden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Rückkehr nach Mallorca - ein Erfahrungsbericht

Rückkehr nach Mallorca - ein Erfahrungsbericht

Schöne Picknick-Plätze in Deutschland

Schöne Picknick-Plätze in Deutschland

Wie man Backups und Datenumzüge meistert

Wie man Backups und Datenumzüge meistert

Mit der App auf Motorrad-Tour

Mit der App auf Motorrad-Tour

Meistgelesene Artikel

„Beamte“ auf vier Pfoten haben eine Nase für Drogen

„Beamte“ auf vier Pfoten haben eine Nase für Drogen

Zwei Todesopfer nach schwerem Unfall auf der B6 bei Asendorf

Zwei Todesopfer nach schwerem Unfall auf der B6 bei Asendorf

Am Montag zerschlug sich letzte Option auf zusätzliches Personal für die Öffnung

Am Montag zerschlug sich letzte Option auf zusätzliches Personal für die Öffnung

Twistringen trauert um Peter Dünzelmann

Twistringen trauert um Peter Dünzelmann

Kommentare