Beginn der Arbeiten für eine Baustraße

Stallgebäude in Weyhe abgerissen: Leester Straße bekommt neue Einmündung

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Die Balken, die hier zu sehen sind, stammen von dem Stallgebäude, das neben dem Bauernhaus stand.

Weyhe - Der Kraft eines Baggers hat das Stallgebäude neben dem Lerchenhof kaum etwas entgegenzusetzen. Es fällt wie ein Kartenhaus zusammen. Die Materialien, aus denen der Stall bestand, hat ein Abbruchunternehmen fein säuberlich getrennt: An einer Stelle befinden sich Steine, an einer weiteren Metallreste und an einer anderen liegt ein Stapel aus Balken. Über das Gelände, auf dem einst die Scheune stand, soll künftig Verkehr rollen. Neben dem Lerchenhof bekommt die Leester Straße eine neue Einmündung.

Mit diesem Abriss haben die Arbeiten für die Baustraße begonnen, über die ein völlig neues Quartier im Herzen von Leeste erschlossen werden soll. Es befindet sich auf einem Areal, das von der Leester Straße und der Kirchstraße begrenzt wird. Den rechtlichen Rahmen dafür bildet der Bebauungsplan mit dem Namen „Südlich Henry-Wetjen-Platz“. Der Satzungsentwurf muss allerdings noch den Rat passieren.

Auf der ehemaligen Hofstelle der Familie Meyer an der Leester Straße ist jetzt nur noch das Wohngebäude übrig. „Wie der Eigentümer des Wohngebäudes mit seiner Liegenschaft weiter verfahren will, ist der Gemeinde nicht bekannt“, so der zuständige Fachbereichsleiter Steffen Nadrowski.

Steffen Nadrowski zeigt auf Pläne für die geplanten Mehrfamilienhäuser.

Bevor die Erdarbeiten für die geplante Straße tatsächlich aufgenommen werden, will die Gemeinde den Kampfmittelverdacht ausräumen. „Eine Voruntersuchung hatte einige Metallobjekte im Boden ergeben, die vor allen weiteren Arbeiten beseitigt werden müssen“, kündigt der zuständige Fachbereichsleiter an. Damit nicht genug: „Aufgrund eines Hinweises der Unteren Denkmalbehörde“ schließen sich im Anschluss daran „archäologische Untersuchungen“ an. „Die Dauer einer solchen Untersuchung hängt maßgeblich von etwaigen Funden ab“, ergänzt Steffen Nadrowski. Also erst, wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann die Baustraße zur Erschließung des neuen Quartiers angelegt werden.

Erhalten bleibt der große Baum am Anfang der Straße, versichert Nadrowski. Dieser Baum wird vom B-Plan erfasst.

Den Satzungsentwurf haben die Planer kürzlich verändert, deshalb musste er erneut offengelegt werden. Wie Nadrowski erläuterte, hatte der Bauträger der Mehrfamilienhäuser eine Forderung der Gemeinde umsetzen müssen. Stellplatzanlagen sollten nicht entlang der Straße entstehen. Außerdem sollte der Bauträger für seine Mehrfamilienhäuser (Geplant: 35 Wohneinheiten) auf Garagen verzichten. Wie viele Wohneinheiten im Rahmen der geplanten Nachverdichtung im Ortskern entstehen, könne Steffen Nadrowski noch nicht sagen. Auch die Gemeinde hat Flächen, die sie vermarkten will, für Gesundheitsdienstleister reserviert. Zunächst müssten die Wünsche der Unternehmen geklärt werden, sagt der Rathausmitarbeiter.

Trotz der Vorgaben, das Areal zu begrünen, muss sich der Rat auch mit Kritik beschäftigten. Nach den Planungen soll pro angefangenen 600 Quadratmeter Grundstücksfläche ein Baum gepflanzt werden. Ähnliches gilt auch für Parkplätze. Für sechs Pkw-Abstellflächen soll ein Baum gesetzt werden. Weiterhin will die Gemeinde in dem Quartier Stein- und Kiesbeete ausschließen.

Der Naturschutzbund findet zwar richtig, dass Grün eingeplant wird, aber er plädiert dafür, dass sích das Verhältnis Versiegelung/Pflanzen laut Sprecherin Ulrike Buck verändert. Derzeit liegt der Grünanteil bei einem niedrigen einstelligen Prozentanteil. Das sei zu wenig.

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