Leester Polizeikommissariat nennt Unfallschwerpunkte in Stuhr und Weyhe

Reizüberflutung auf der Ikea-Kreuzung

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Johann-Dieter Oldenburg und Jörg Berg-Moch stellen die Unfallstatistik vor.

Weyhe/Stuhr - Von Sigi Schritt. Fast vier Mal pro Tag hat es im vergangenen Jahr in Stuhr und Weyhe gekracht: Das Polizeikommissariat hat über den Zeitraum von zwölf Monaten insgesamt 1412 Verkehrsunfälle gezählt – das sind immerhin 60 mehr als im Vorjahr. „Wir führen keine nach Gemeinden getrennte Statistik“, so Jörg Berg-Moch, kommissarischer Leiter des Einsatz- und Streifendienstes.

In der Statistik finden sich zwei Unfälle mit tödlichem Ausgang. Sie hatten sich in Seckenhausen und Groß Mackenstedt ereignet. Damit lag die Anzahl auf dem Vorjahresniveau. „Unfalltote gibt es in diesem Jahr glücklicherweise noch nicht“, sagte gestern Polizeichef Johann-Dieter Oldenburg.

Die größte Gruppe bilden die Karambolagen, die nur Sachschäden verursacht haben. Das war im Jahr 2014 insgesamt 1149 Mal der Fall. Zum Vergleich: 1096 (2013) und 1051 (2012). Es kracht auf den Supermarktplätzen und häufig auf dem Outlet-Parkplatz in Brinkum-Nord. Die Beamten seien dort Dauergäste, so Oldenburg.

Ein Dorn im Auto ist den Ordnungshütern die hohe Zahl der Verkehrsunfallfluchten. Gegenüber 2013 stieg die Anzahl um rund acht Prozent von 326 auf 351. „Manche behaupten, sie merken es nicht, was bei einem Parkplatzrempler auch anzunehmen ist, viele äußern auch Ängste vor den Folgen und erhöhten Versicherungsprämien“, so Berg-Moch. Doch jede zweite Verkehrsunfallflucht wird aufgeklärt. „Aufmerksame Zeugen helfen der Polizei“, sagt der Einsatz- und Streifendienstleiter.

„Sofern es leistbar ist wollen wir jeden Verkehrsunfall aufnehmen, um die zivilrechtliche Auseinandersetzungen in die richtigen Bahnen lenken zu können“, sagte Berg-Moch. Dazu zählt auch der Austausch der Personalien. Außerdem erhalte die Polizei die Möglichkeit, Mängel im sogenannten Verkehrsraum zu erkennen. Wenn sich an einer Stelle ähnliche Unfälle wiederholen, könne man verkehrsrechtlich etwas tun. Der dritte Grund für eine Unfall-Aufnahme sei, den Verursacher zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Wesergemeinde hat laut Polizeichef nur wenige Unfallschwerpunkte. Autofahrer sollten in Weyhe acht auf der Lahauser, der Haupt- und der Leester Straße geben. In Stuhr krache es besonders häufig in Brinkum-Nord. „Autofahrer haben bei der Ikea-Kreuzung eine Reizüberflutung und halten sich nicht an die Fahrbahnmarkierungen.“ Offensichtlich unfallfrei steuern die 17-Jährigen durch den Verkehr. „Ich stand dem Projekt ‚Begleitetes Fahren‘ anfänglich skeptisch gegenüber, doch ich muss sagen, es ist eine tolle Sache“, so Oldenburg.

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