Leester Peter Gesell gründet Spieletreff

Die Würfel sollen fallen

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Peter Gesell

Weyhe - Von Philipp Köster. Der Leester Peter Gesell will im kleinen KGS-Forum einen Spieletreff „Weyher Würfel“ ins Leben rufen. Die Genehmigung der Gemeinde als Eigentümerin hat er schon. Erstmals können sich ab dem 13. Januar jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat Interessierte bei Brett- und Kartenspielen aller Art vergnügen.

„Ich habe schon als Kind gerne Spiele erweitert, indem ich neue Felder auf die Rückseite eines Bretts gemalt habe. Außerdem habe ich neue Spiele erfunden“, sagt Peter Gesell. Auch heute spielt er viel und ausgiebig, und zwar mit seiner Frau Miriam und den vier Kindern im Alter zwischen 8 und 14 Jahren. Während eine Fraktion Spielen mit taktischen Finessen zugetan ist, haben es den anderen dreien die schnellen Spiele wie etwa das klassische „Mensch ärgere dich nicht“ angetan.

Die Leidenschaft geht so weit, dass Eltern und Kinder Messen in Bremen, Nürnberg und Essen sowie Brettspielmeisterschaften besuchen. Die beiden Mädchen, 12 und 14 Jahre alt, waren zum Beispiel in Bremen bei der Vorentscheidung zur deutschen Meisterschaft für „Die Siedler von Catan“, der zehnjährige Junge bei „Stone Age“.

Bei Familie Gesell sind immer rasch genügend Mitwirkende gefunden, doch wenn nur ein Ehepartner oder ein Alleinstehender sich vergnügen will: Was macht der? Diese Frage ist einer der Beweggründe für Peter Gesell gewesen, sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Am Spieletreff können alle Interessierten teilnehmen, auch Kinder, wenn sie in Begleitung eines Erwachsenen kommen.

Der Steuerberater, der nach eigener Aussage beim Spielen und Spiele-Erfinden seine Kreativität ausleben kann, will mit seinem Engagement zeigen, dass man heutzutage nicht nur allein an PC oder Smartphone spielen kann. „Spielen ist eine emotionale Sache. Es macht doch viel mehr Spaß, sein Gegenüber anzuschnauzen als den Computer“, sagt Gesell scherzend und versichert, dass er trotzdem noch von seiner Familie gemocht wird. „Ich verliere zum Glück auch nur selten“, sagt er und verweist auf sein taktisches Geschick.

30 bis 40 Spiele zählt der Fundus der Familie, zum ersten Treff im Januar möchte Peter Gesell alle mitbringen. Die Teilnehmer können das aber auch tun, zum Beispiel, indem sie ihre zu Weihnachten erhaltenen Spiele ausbreiten. Mit im Gepäck hat der 41-Jährige aber auch Prototypen von eigenen Spiel-Ideen. Inzwischen hat der Leester einen eigenen Verlag gegründet, über den er erprobte Konzepte vertreiben will. Um die Grafik kümmert sich dann die Ehefrau.

Wenn sich die Einrichtung etabliert, könnten Delegierte des „Weyher Würfels“ ebenso an Meisterschaften teilnehmen wie seine Familie.

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