Leester Ortsbrandmeister Karsten Laue gibt nach zwei Jahren Amt auf

„Rechtzeitig aufhören, bevor es zu spät sein könnte“

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Karsten Laue (vorne) mit Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Gemeindebrandmeister Norbert Warnke (l.) beim Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus. Archivfoto: Husmann

Leeste - Von Sigi Schritt. Die Schwerpunkt- feuerwehr Leeste muss sich wieder nach einem neuen Ortsbrandmeister umsehen. Wie der derzeitige Chef, Karsten Laue, gegenüber der Kreiszeitung bestätigte, möchte er nach fast zweijähriger kommissarischer Leitung die Geschicke der Wehr in andere Hände legen. Laue führt gesundheitliche Gründe an, die ihn zur Amtsaufgabe zwingen. Seine eigene „Pumpe“ laufe erheblich schneller als ihm lieb sei. Deshalb wolle er „rechtzeitig aufhören, bevor es zu spät sein könnte“.

Der Ortsbandmeister hatte im Juni 2014 das Amt von Hermann Christian Bischoff übernommen. Karsten Laue, der 74 aktive Einsatzkräfte führt, will dem ärztlichen Rat Folge leisten, kürzer zu treten, denn andernfalls sei ein Herzinfarkt oder Schlaganfall nicht ausgeschlossen. „Ich will nicht darauf hinarbeiten“, sagt der 51-Jährige.

Die Entscheidung, für eine Wahl nicht zur Verfügung zu stehen, ist ihm schwer gefallen, zumal er sich seit 39 Jahren der Feuerwehr verbunden fühlt. Außerdem seien der Neubau des Gerätehauses in Angelse und die Neubeschaffung eines Löschfahrzeugs interessante Themen. „Ich verstehe mich mit meinen Stellvertretern Ulf Meyer und Tom Lutz sehr gut.“ Jeder habe seine Aufgabe und wisse, wie man kommuniziert.

„Doch wo soll ich anderswo kürzer treten?“, fragt Laue. In seinem Job könne er das nicht. Die Arbeit als angestellter Tischler, verantwortlich für die Planung und Ausführung, bilde die Grundlage, um Geld zu verdienen. „Die Feuerwehr ist ein Hobby, aber eigentlich ein Vollzeithobby.“ Und der Leester müsse jeden Tag für die Ortswehr etwas erledigen: Mal geht es um Statistiken, die die Gemeinde oder der Landkreis haben möchte, jetzt bereitet er die Jahreshauptversammlung vor. Die kommissarische Amtszeit will Laue bis zur geplanten Übergabe Ende Mai durchhalten. Der 51-Jährige kehrt anschließend in die Mannschaft zurück. „Wenn die neue Führung einen Posten beispielsweise als Gruppenführer hat, kann ich mir das überlegen. Das muss man dann sehen.“ Er wünscht sich Fairness. Bei der Jahreshauptversammlung, die jetzt auf Ende Februar verschoben ist, habe jeder ein Vorschlagsrecht. „Wir hören uns alles an. Wer sich berufen fühlt, kann auch selbst aufstehen, und sich ebenfalls um das Amt bewerben“, so Laue.

Intern suche die Ortswehr ebenfalls nach Lösungen, sagt Pressesprecher Axel Meyer. „Die Kandidatenfindung ist nicht abgeschlossen.“ An der Schlagkraft der Leester Wehr, in der die Hubarbeitsbühne ebenso stationiert ist wie ein Rüstwagen, ein Löschgruppenfahrzeug, ein Tanklöschfahrzeug und ein Mannschaftstransportwagen, ändere sich nichts. Niemand aus der Bevölkerung müsse sich Sorgen machen, so Meyer.

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