Leester KGS-Team veranstaltet in Weyhe ein Drei-Nationen-Camp

Sporthalle für eine Woche ein Jugendhotel

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Die Schülerinnen (v.l.) Pia Engelhardt (16), Ann-Katrin Lesch (15), Alina Astl (15) und Lehrerin Katrin Kreutzfeld entwerfen in der KGS-Sporthalle einen Plan für eine Schlafstätte, die sie ihren Gästen anbieten.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Unter dem Motto „The European Haus“ organisiert ein Team der KGS Leeste ein Drei-Nationen-Camp, das in der Zeit vom 17. bis zum 24. Juli über die Bühne geht. Dieses Erasmus-Plus-Projekt bringt Schwung in den Partnergemeinden-Austausch. Die Europäische Union fördert es mit 20000 Euro und die Gemeinde Weyhe mit 3000 Euro.

Die Organisatorinnen Pia Engelhardt (16, R10c), Ann-Katrin Lesch (15, R9c) und Alina Astl (15, G9b) sowie die Lehrerinnen Katrin Kreutzfeld, Antje Mühlenstedt-Meko und Sonja Lox erwarten 20 junge Letten und 16 Schüler aus Frankreich – jeweils mit ihren Betreuern.

Es geht darum, die im vergangenen Jahr bei einem Lettland-Austausch begründeten Freundschaften zu festigen und zu vertiefen, sagt Alina Astl. Die Pädagogin Katrin Kreutzfeld erläutert, wie die Idee zum internationalen Camp entstanden ist: Es sei ein glücklicher Umstand, dass die Kommunen Coulaines in Frankreich und Madona in Lettland und Weyhe als Partnergemeinden fungieren.

„Das Treffen im nächsten Jahr übernehmen die Franzosen, jetzt wollen wir gute Gastgeber sein“, kündigt Pia Engelhardt an. Das Leester Organisationsteam hat viele Programmpunkte vorgesehen. Dazu zählen ein Empfang im Rathaus und Interviews mit einigen Bürgern. Die KGS-Schüler bieten Schnell-Sprachkurse in Lettisch, Deutsch und Französisch an. Es gibt auch Workshops zum Thema Hiphop, Volkstanz und Theater, nennt Engelhardt weitere Beispiele. Gemeinsames Lernen und Spaß haben steht im Vordergrund, so Engelhardt. So fahren die Jugendlichen für einen Tag an die

Ein Ausflug

an die Nordsee

Nordsee, um dort das Wattenmeer zu erkunden, und unternehmen auf der Wümme eine Kanu-Tour. Gekocht wird auch gemeinsam, denn die Schüler unternehmen auch Reisen in die französische und lettische Küche. Außerdem wollen die Camp-Teilnehmer ein Kunstprojekt abschließen. Eine Stadtrallye in Bremen, ein Sporttag im Freibad mit geplanten Spielen ohne Grenzen runden das Programm ab.

Die 16-Jährige freut sich auf die Woche: „Wir verbringen viel Zeit mit Freunden, man lernt andere kennen und wir haben gute Kontakte, wenn wir nächstes Jahr nach Frankreich fahren.“ Inspiriert vom größten Jugendfußballturnier der Welt, dem Gothia-Cup, bei dem rund 1600 Mannschaften aus 80 Nationen jedes Jahr rund 4500 Spiele austragen, möchte Engelhardt, dass es in Weyhe nicht beim Treffen von deutschen, französischen und lettischen Schülern bleibt. „Ich wünsche mir, dass Spanier und Italiener dazukommen und dass das Camp weiter wächst.“ Dieser Vorschlag verdiene Unterstützung, lobt Lehrerin Kreutzfeld, denn er zeige, dass die Schüler offen für andere Kulturen seien und die europäische Idee leben.

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