Leester Hundertwassergrundschule strebt Kooperation mit DLR School Lab an

25 Drittklässler treffen heute den Astronauten Alexander Gerst

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Die Schüler der Leester Ganztagsgrundschule experimentieren im Bremer DLR School Lab.

Leeste - Von Sigi Schritt. Wie fühlt sich die Luft im Raumanzug an? Wie schläft ein Astronaut? Wie funktioniert die Toilette an Bord der Internationalen Raumstation (ISS)? Diese und weitere Fragen wollen heute Drittklässler der Leester Hundertwassergrundschule klären. Sie besuchen am Vormittag den Bremer Standort des Unternehmens Airbus Defence and Space und treffen dort auf den deutschen Astronauten Alexander Gerst. Er war insgesamt 166 Tage auf der Internationalen Raumstation im Einsatz und ist seit November 2014 wieder auf der Erde zurück.

Die Leester Schüler hatten sich mit der sogenannten Blue Dot-Mission beschäftigt und laut Rektorin Ingrid Delgehausen im Unterricht zwei der Experimente ausgeführt, die auch Alexander Gerst auf der ISS gemacht hat. Die Drittklässler hatten Flieger und Hubschrauber mit Bleistiften und Papier gebaut und in die Luft geworfen. „Das hat auch Alexander Gerst auf der ISS getan. Nur unter der Schwerelosigkeit“, so Delgehausen.

Die Schülergruppe aus Leeste hat heute außerdem Gelegenheit, im DLR School Lab neue Experimente kennenzulernen. Die Abkürzung DLR steht dabei für das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Das ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik und hat nicht nur Luft- und Raumfahrt im Blick sondern auch Themen wie Energietechnik, Verkehr und Sicherheit im Bereich der angewandten Grundlagenforschung. Unter dem Motto „Raus aus der Schule – rein ins Labor!“ können Schüler in den DLR-School-Labs selbsttätig forschen. Bereits im vergangenen Jahr waren dort die Leester Schüler für drei Tage zu Gast und haben unter Anleitung von Dr. Dirk Stieff und seinen Mitarbeitern Raketen gebaut und sie auf dem Airbus-Gelände steigen lassen. Dieser Besuch wirke nachhaltig, sagt die Pädagogin. Denn das Wissenschaftler-Team habe es geschafft, bei den Drittklässlern das Interesse für die Mint-Fächer, zu denen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zählen, weiter zu steigern.

Schüler treffen Astronauten Alexander Gerst

Natürlich sei Alexander Gerst auch eine mediale Persönlichkeit, die die Schüler vom Fernsehen kennen. Sie haben am TV-Schirm gesehen, wie der Astronaut aufgestiegen ist, wie er an Bord der ISS gearbeitet hat und wie er wieder auf der Erde gelandet ist. „Doch Gerst blieb für die jungen Nachwuchswissenschaftler eine ungreifbare und unnahbare Person“, ergänzt die Konrektorin Tina Lehmann. Das ändert sich heute.

Die Leester Grundschule ist die erste in Deutschland, die mit dem DLR School Lab einen Kooperationsvertrag abschließen will. „Normalerweise sind die Schüler viel älter, sind mindestens in der fünften Klasse, die mit den Wissenschaftlern experimentieren“, berichtet Projekt-Initiatorin Ingrid Delgehausen.

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