Weihnachten auf dem Felde lockt an Heiligabend wieder zahllose Besucher an

Lebendige Krippe mit Eseln und Schafen

Jugendliche und Tiere, wie die Eselin Stella, sind Teil der lebendigen Krippe. - Foto: Büntemeyer

Weyhe - Von Heiner Büntemeyer. „Bethlehem ist gegenwärtig überall auf der Welt“ – so lautete die Kernbotschaft von Pastor Karsten Damm-Wagenitz in seiner Weihnachtspredigt beim Gottesdienst auf dem Felde an Heiligabend. Überall suchten Menschen Schutz vor Gefahr, vor Hunger, Kälte, Gewalt, Armut und Obdachlosigkeit, auch an Weihnachten. Gerade dieses Fest sei ein Ereignis, um sich diese Zustände in der Welt ins Gedächtnis zu rufen.

Schon seit einigen Jahren bittet die Kirchengemeinde Weyhe am Heiligen Abend zum Gottesdienst unter freiem Himmel. Treffpunkt ist die Streuobstwiese hinter dem Freibad, wo Fackeln in der Dämmerung leuchten, Jugendliche Liederzettel verteilen und eine Lautsprecheranlage auf einem Podest aufgebaut ist.

Auch diesmal waren wieder viele Besucher gekommen. Die Frage, die Gerd Brüning ihnen bei der Begrüßung stellte, nämlich warum sie gekommen seien, beantwortete er sich selbst, indem er auf die ganz besondere Atmosphäre des Abends hinwies. Mitglieder des Kirchenvorstandes lasen die Weissagungen der Propheten, in denen häufig von Engeln die Rede ist. Menschen hätten sich auch im frühen Mittelalter Gedanken über das gemacht, was die Kirche verkündete, erklärte Manfred Böcker. „Auch über die Frage, wie Gottes Botschaft aus dem Himmel auf die Erde kam, werden sie nachgedacht haben“, vermutete er. Eine mögliche Erklärung dafür waren eben Engel, und im Hebräischen sei „Engel“ die Bezeichnung für Boten.

Der Posaunenchor spielte einige Lieder, dann machten sich alle Besucher auf den Weg entlang der Hache zum Gemeindehaus in Lahausen. In langer Reihe gingen sie in Gruppen hintereinander den Feldweg entlang, den einige Teilnehmer mit Laternen ausleuchteten.

Im Garten des Gemeindehauses lagen Strohballen, auf die sich die Besucher setzen konnten. Dort wurden sie auch von einer lebendigen Krippe erwartet, die Jugendliche darstellten. Auch Schafe, Kälber und die Eselin Stella waren dabei. Im Licht der Feuerschalen erzählte Pastor Damm-Wagenitz die Weihnachtsgeschichte, der Posaunenchor spielte, und am Ausgang wurde eine Kollekte für die Aktion „Brot für die Welt – Wasser für alle“ gesammelt.

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