Lars Hermes will mit „calovo“ Kalendermarketing international etablieren

Nie wieder einen Termin des Lieblingsvereins verpassen

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Lars Hermes bietet Unternehmen die Möglichkeit, Terminpläne für persönliche Kalender bereitzustellen.

Weyhe/Wiesbaden - Von Sigi Schritt. Seine Firma „calovo“ gibt es zwar erst seit drei Wochen, doch er hat bereits namhafte Unternehmen wie Bayern München und die Stadt Wiesbaden als Kunden gewonnen. Die zugrunde liegende Geschäftsidee hatte Apple-Firmengründer Steve Jobs vor vielen Jahren in einem Video als „wunderbar“ bezeichnet. Doch niemand hatte sie aufgegriffen. Nach eigenen Angaben ist der Leester KGS-Ehemalige Lars Christian Hermes (29) nun weltweit der erste, der sie mit einer plattformübergreifenden Programmierung zum Kalendermarketing umgesetzt hat.

Worum geht es? Die Besitzer von Smartphones, Tablets und Computern können für ihren elektronischen Kalender zum Beispiel die Spielpläne des Lieblingsvereins, die Tourneedaten einer Band oder die lokalen Kulturtermine über „calovo“ abonnieren.

Zwischen den Einträgen „Essen mit den Schwiegereltern“, „Arztterminen“ und dem „Skatabend“ bekommen Firmen die Möglichkeit, Events in den persönlichen Kalender des Abonnenten zu platzieren. Die Nutzer bleiben aber anonym. Dieser Service steht laut Hermes auch Parteien, Vereinen und Privatpersonen offen. Der Vorteil: Das lästige Übertragen von Terminen entfällt. „Einmal abonniert, wird der Kalender auf dem iPhone, iPad, Google Calendar, Outlook, Android oder einem anderen gängigen Format automatisch aktualisiert, sobald ein neues Event hinzukommt oder sich die Angaben dazu verändern“, so Hermes. Für den Service des Wiesbadener Start-up-Unternehmens zahlen kleine Vereine monatlich einen geringen Betrag – große Unternehmen ein bisschen mehr. „Das ist unser internationales Geschäftsmodell“, das er zusammen mit einem Schulfreund entwickelt hat und das wenn man der Vision von Steve Jobs Glauben schenkt, Potenzial hat, um in Richtung Facebook-Liga aufzusteigen.

„Bundesligisten können so ihre fixen Termine eingeben und sogar nur die Zeiträume, wenn etwa der genau Spieltag noch nicht feststeht. „Als Beispiele fungieren die Spieltermine von Werder Bremen, aber auch von anderen Vereinen sowie die von der Fußball-Nationalmannschaft, die wir eingepflegt haben.“ Nach einer Begegnung besteht auch die Möglichkeit, einen Spielbericht zu übermitteln. Hermes hat noch viel vor. Es gebe schließlich nicht nur in Deutschland Organisationen, deren Mitarbeiter viele Treffen mit den privaten Vorhaben wie Urlaub koordinieren müssen. „Das regelmäßige Übertragen von Terminen war bislang sehr zeitaufwändig.“

Für das Projekt hat der 29-Jährige lange nach geeigneten Programmierern gesucht. Hermes arbeitet wieder mit seinem Syker Freund Eddie Dubiel zusammen, mit dem er als Oberstufenschüler die Gameshow „Einer gegen 100“ entwickelt und an den Sender ProSieben verkauft hatte.

Hermes, 1985 in Bremen geboren, war bereits in der Schulzeit kreativ. Als Oberstufenschüler war er für die Rose d‘Or nominiert. „Das ist eines der weltweit bedeutendsten Festivals der TV-Unterhaltung.“ Für seine Teilnahme am Luzerner Festival hat die KGS Leeste 2005 sogar eine Abiklausur verschoben. Sieger wurde schließlich Thomas Gottschalk mit „Wetten, dass...“. „Der saß eine Reihe vor mir.“ Ohne diese Reise hätte Hermes sicher nicht so viele Kontakte knüpfen können, die er später in der TV-Branche nutzte. Der KGS-Ehemalige arbeitete nach einem Praktikum als Redaktionsassistent beim Kinderkanal in Erfurt und wechselte dann zur ProSieben-Sat1-Media AG. In München war er unter anderem für die Sat1-Trailerplanung auch für die Championsleague-Spiele zuständig und leitete eine unternehmensinterne Agentur, die auch Trailer produzierte. Nebenbei studierte er Werbung und Marketing.

„Für die Sendergruppe zog ich 2010 nach Düsseldorf und verkaufte Werbezeiten auch für Sat1, N24, Kabel1 und Sixx.“ Er habe einen dreistelligen Millionenbetrag als Jahresumsatz eingefahren, sagt er. Und das bei einem Team von vier Leuten. „Ich betreute dabei auch Großkunden wie O2, Dr. Oetker, Wiesenhof oder die Generali Versicherung.“ So ein Spot in der Primetime koste einen fünfstelligen Betrag. „Es war ein spannender Job.“ Um das Online-Marketing kennenzulernen heuerte er bei der RTL- und später bei der „Tomorrow Focus“-Gruppe an, bevor er das Angebot eines Softwareherstellers angenommen hat.

www.calovo.de

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