Landfrauen kochen mit KGS-Schülern

Lebensmittelreste: In den Topf – nicht in die Biotonne

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Die Sandwiches der Sechstklässlerinnen Svea, Emilie und Janne sind bereits fertig – Niklas, Tom, Laurenz und Jonas bereiten noch den Eintopf „Fliegender Holländer“ zu.

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Einige Sechstklässler der KGS Kirchweyhe kennen das Problem: Gemüsereste im heimischen Kühlschrank werden mitunter so lange gelagert, bis sie ungenießbar sind und dann ungenutzt in der Biotonne landen. Familien könnten viel Geld sparen, wenn sie diese Reste geschickt verwenden, sagt Sandra Plate von den Syker Landfauen.

Plate setzte gestern in einem ganztägigen Projekt in der Lehrküche mit der Klasse 6 d der integrierten Eingangsstufe erstmals das Projekt „Lebensmittel verwenden statt verschwenden“ um.

„Wer kocht, sollte nicht in gleich zum Supermarkt rennen, um die benötigten Zutaten zu kaufen, die ein Rezept vorgibt.“ Besser sei es, den Kühlschrank zu öffnen, um zu schauen, welche Lebensmittel überhaupt vorhanden seien, erklärte die Lehrerin Vera Steinmetz den Ansatz. „Karotten, Kartoffeln, Sellerie haben viele daheim“, sagt die Pädagogin. „Daraus kann man einen leckeren Eintopf aus frischen Zutaten zaubern.“ Ruckzuck ist laut Steinmetz das Gericht mit dem Namen „Der Fliegende Holländer“ fertig.

Ist es wirklich so einfach, wie ihre Lehrerin sagt? Eine Antwort auf diese Frage wollen vier Jungs um den jungen Gymnasiasten Niklas (12) finden. Sie stehen in einer der zwei Lehrküchen der Schule an einer von 16 Kochstellen. In die Töpfe kippen sie geschnittene Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln, Lauch und Sellerie hinein wie ebenso Gemüsebrühe, Wasser, Salz und Petersilie.

Dass die Zubereitung von Lebensmitteln viel Spaß machen kann, wissen jetzt auch Jonas und Laurenz. Die beiden Elfjährigen sprechen sich dafür aus, in der siebten Klasse den Profilkurs Kochen anzuwählen. Das hören die Landfrauen gerne.

Kinder begeistert bei der Sache

Doch nicht nur die Jungs äußern sich begeistert: Auch die Mädchen sind eifrig bei der Sache. Emilie fragt, ob die Eisbergsalat-Reste wirklich wegkönnen, da hat sie im nächsten Moment eine eigene Idee: Sie pflückt einzelne Blätter heraus und drapiert sie zusammen mit anderen Paprika-Resten auf einen Teller – fertig ist der kalorienarme Snack für zwischendurch.

Die Botschaft, die die Syker Landfrauen vermitteln wollen, ist laut Janne (11) bei ihren Mitschülern angekommen. Viele Lebensmittel sind zu schade, um weggeworfen zu werden, weil sie „noch verwertbar“ sind.

Wenn Bananen braune Stellen haben, werden sie im Geschäft meist reduziert angeboten. Jetzt sollten Käufer zuschlagen, rät Niklas. Sie sehen nicht so gut aus, sie schmecken aber und könnten zum Beispiel zu einem Milchmischgetränk verarbeitet werden. Ein gemeinsames Essen in fröhlicher Tischrunde, bei dem viele Speisen probiert werden, setzt einen eindrucksvollen Schlusspunkt. Diesen Eventtag wollen wir wiederholen“, so Steinmetz, zumal sich die Schüler mit auch theoretischen Grundlagen beschäftigen.

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