Landesbehörde entschärft Unfallschwerpunkt und investiert halbe Million Euro

Kirchweyher Straße für neun Wochen gesperrt

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Autofahrer müssen an dieser Stelle besonders gut aufpassen, um Unfälle zu vermeiden.

Dreye - Von Sigi Schritt. Autofahrer können aufatmen: Rund eine halbe Million Euro investiert die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, um den Dreyer Knotenpunkt Südumgehung/Kirchweyher Straße in Kürze umzugestalten und zu entschärfen.

Die Abbiegespur wird nach hinten verlängert.

Abgesehen von den vielen Blechschäden der Vergangenheit – 18 sind es pro Jahr – erleben Autofahrer aus Richtung Bremen immer wieder Beinahe-Unfälle beim Einfädeln, wenn sie auf die Landesstraße Richtung Kirchweyhe wechseln. Diese und zwei weitere Spuren werden jetzt verlängert. Der Baubeginn ist für den kommenden Monat geplant. Den genauen Zeitpunkt kann die Nienburger Behörde jedoch noch nicht nennen, denn sie muss erst eine für heute angesetzte Besprechung abwarten, hieß es gestern. Fest steht jedoch, dass die Planer für den motorisierten Verkehr eine Komplettsperrung der Kirchweyher Straße ankündigen. Dort müsse auch ein wasserführendes Rohr erneuert werden, das die Straße unterquert.

Die Vollsperrung dauert neun Wochen. Das bedeutet, dass sich die 16385 Fahrzeuge, davon 445 Lastwagen, die dort täglich nach einer Zählung aus dem Jahr 2010 unterwegs sind, einen anderen Weg suchen müssen. Johann-Dieter Oldenburg von der Weyher Polizei rechnet mit Staus und Behinderungen, deshalb bittet er besonders die motorisierten Bremen-Pendler, für den Zeitraum auf Bahn, Bus und Straßenbahn umzusteigen und das Gebiet möglichst großräumig zu umfahren. Der Streifendienst wird auch die Umleitung und mögliche Schleichwege im Blick haben, so Oldenburg. Alternativen zur Sperrung wurden geprüft, versicherte Bürgermeister Andreas Bovenschulte.

Bagatellunfälle und Beinahe-Zusammenstöße soll es an der Einfädelung von der Dreyer Südumgehung zur Kirchweyher Straße künftig nicht mehr geben.

Alle Bemühungen der zuständigen Behörde, den Unfallschwerpunkt mit einem Stopp-Schild zu entschärfen, hatten nicht gefruchtet (wir berichteten), denn die Zahl der Blechschäden stieg nach der Aufstellung des Verkehrszeichens kurzfristig sprunghaft an – so dass das Schild schnell wieder verschwand. Die Unfallkommission war zu dem Schluss gekommen, dass nur ein Ausbau der Einfädelung zu einer ordentlichen Spur Abhilfe schaffen kann. Ohne zusätzlichen Landerwerb wäre aber das Projekt nicht möglich gewesen. Diese Hausaufgaben sind erledigt, wie ein Behördensprecher gestern auf Anfrage bestätigte.

Neben der Errichtung der 150 Meter langen Einfädelungsspur in Richtung Kirchweyhe wird auch die vorgelagerte Abbiegespur auf der Südumgehung (Bremen-Kirchweyhe) um 120 auf 150 Meter verlängert. Damit nicht genug: Die gegenüberliegende Seite bekommt ebenfalls mehr Raum. Nach einer Grünphase hat der Verkehr aus Kirchweyhe dann auf 180 Metern Länge die Möglichkeit, die richtige Spur Richtung Bremen zu nehmen.

Für die Ausweitung der Einfädelungsspuren ist eine Bauzeit von zwei Wochen vorgesehen. Das bedeutet, dass für diese Zeit der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeigeführt wird. Eine Umleitung über die Dreyer Straße ist vorgesehen. Obwohl der Verkehrsfluss durch Baustellenampeln optimiert werden soll, rechnet die Polizei mit weiteren Behinderungen, denn durch dieses Eingangstor zur Wesergemeinde rollen täglich Tausende Fahrzeuge. Die Zählung aus dem Jahr 2010 hatte rund 21450 Fahrzeuge, davon 580 Lastwagen, ergeben.

Eine Infoveranstaltung für Bürger ist für Montag, 20. Juli, um 17.30 Uhr im Rathaus vorgesehen.

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