Kindern das Leben auf dem Bauernhof näherbringen

„Landeier-Diplom“: Aus Ferienspaßaktion wird Tourismusattraktion

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Die Weyher Kulturbeauftragte Tina Fischer (links) und die Rathausmitarbeiterin Catharina Zogmayer unterstützen die Aktion von Corinna Bösche (rechts).

Weyhe - Von Sigi Schritt. Corinna Bösche aus Ahausen hat mit der von ihr für die Gästeführung entwickelten Aktion einen Volltreffer gelandet: Mit 90 Anmeldungen war das „Landeier-Diplom“ die beliebteste Veranstaltung der Ferienkiste.

Nun soll sich der erfolgreiche Nachmittag am Sonntag, 3. September, in der Zeit von 11 bis 17 Uhr wiederholen. Bis nach Hamburg hat sich die Aktion bereits herumgesprochen. Die Gästeführerin will Kindern das Leben auf dem Bauernhof näherbringen. In den Sommerferien hatte sie beispielsweise den Mädchen und Jungen Erbsenschoten gezeigt und gefragt, wie die Ferienkisten-Teilnehmer sie öffnen würden. „Sie hatten versucht, die Schoten zu zerdrücken. 

Sie wussten nicht, dass sie eine Art Reißverschluss haben.“ Beim Mais hätten bei ihr Alarmglocken geschrillt. Die Kinder bekundeten, diese Getreideart zu verschmähen. Popcorn dagegen, das aus Mais hergestellt wird, mögen sie aber sehr, so Bösche. „Es kommt aus der Tüte.“

Wissenslücken beim Getreiderätsel

Das kleine Getreiderätsel habe der Ahauserin viele Wissenslücken offenbart. Deshalb sei für sie die Zeit reif, dem Nachwuchs die Landwirtschaft auf eine humorvolle Art und Weise zu erklären. Am Ende des Tages gibt es sogar ein Zertifikat zur Erinnerung.

Bei der zweiten Ausgabe will Bösche unter anderem Kürbisse schnitzen und Heuballen selbst pressen. Außerdem will sie mit den jungen Teilnehmern Weizenähren mit der Hand dreschen, damit die Kinder wissen, woher das Mehl stammt. Insgesamt gibt es zwölf Stationen: Kartoffelstempel, Milchkannenwerfen und Trecker fahren. Auch die Nachbarin Inken Lauenstein ist mit von der Partie: Die Sozialpädagogin und Lehrerin für Sonderpädagogik bereitet Reiterspiele mit ihren Ponys vor.

Kleines Familienfest

Damit die Mädchen und Jungen nicht allzulange warten müssen, gibt es drei zweistündige Zeitblöcke (11, 13, 15 Uhr), in denen die Sechs- bis Zwölfjährigen mit ihren Eltern kommen dürfen. Die Mütter und Väter oder Großeltern erleben dann ein kleines Familienfest. Sollte es „brummen“, wird die Aktion fortgesetzt.

„Landei“ sei früher ein abwertendes Wort gewesen, kommentiert Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Der Titel von Bösches Aktion sei aber ein gelungenes „ironisches Spiel“, den ernsten Hintergrund, nämlich die Beziehung zur Natur, humorvoll zu betonen.

Eine Anmeldung ist erforderlich und kann per E-Mail an landeier-diplom@web.de oder unter der Telefonnummer 04294 / 79 52 20 abgegeben werden. Es entstehen Kosten in Höhe von elf Euro. Eltern sollen den Namen der Kinder, den Uhrzeitenwunsch sowie die E-Mailadresse angeben. Bösche will den Erlös für die Sanierung des Sudweyher Bahnhofs zur Verfügung stellen, kündigte sie an.

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