Neue CD mit 18 Liedern

Landarzt aus Weyhe: Diedrich Heumann besingt Corona und das Impfen

Diedrich Heumann zeigt seine neue CD.
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Besingt nicht nur die Schönheiten und Sehenswürdigkeiten von Weyhe, sondern auch Corona und die Folgen: Diedrich Heumann aus dem Weyher Ortsteil Jeebel.

Der Weyher Diedrich Heumann, auch bekannt als singender Landarzt Dididoktor, hat eine neue CD mit 18 Liedern herausgebracht. Zwei davon befassen sich mit Corona und dem Impfen. Der ehemalige Mediziner wird nach eigener Auskunft nicht müde, den Menschen zuzurufen, sich impfen zu lassen. 

Weyhe – Für den Weyher Künstler und Mediziner Diedrich Heumann müssen Helden nicht wie im Comic oder Film Superkraft haben. Es genüge ein Labor. Der 82-Jährige aus dem Jeebel sagt, dass Özlem Türeci (54) und Ugur Sahin (56) zu jenen Helden zählten, denn durch die Entwicklung ihres Corona-Impfstoffes gegen Covid-19 hätten sie weltweit viele Leben gerettet.

Die Biontech-Gründer bekommen mit dem Paul-Ehrlich-und-Ludwig-Darmstaedter-Preis 2022 den renommiertesten Medizinpreis Deutschlands. Der Weyher schlägt das Ärztepaar sogar für die weltweit höchste Auszeichnung vor: Es Paar solle den Nobel-Preis bekommen. Vor der Krankheit, gegen die der Impfstoff von Biontech helfen soll, hat Dietrich Heumann so großen Respekt, dass er sie gleich zwei Mal in seiner neuen CD „In Weyhe ist es schön“ thematisiert hat.

„In der Klinik fest verkabelt, an Schläuchen angeklemmt“

Das Lied über die Covid-19-Krankheit und insbesondere der Text stichen heraus. „Corona hat mich schnell entdeckt und auch gerochen und kam heimtückisch in meinen Mund gekrochen“, besingt er in dem Song, den er schlicht Corona-Lied nennt. Dort heißt es weiter: „Ich werde in zwei Wochen vom hohen Ross dich stürzen, würzen und weichkochen.“ In seinem Lied schildert er die Angst eines an Corona erkrankten Menschen. „In der Klinik fest verkabelt, an Schläuchen angeklemmt. Im Hals der Atem-Tubus, lag ich im letzten Hemd. Im tiefen Komaschlaf sah ich weder Schatten, Licht. Was mit mir da geschah, weiß ich bis heute nicht.“ Immerhin nimmt der Verlauf eines schwer an Covid-19 erkrankten Menschen ein gutes Ende.

Der Jeebler weiß, wovon er schreibt. Er kann sich in die Lage des Personals einer Intensivstation gut hineinversetzen: Heumann hatte 1971 selbst das Medizin-Examen bestanden und arbeitete viele Jahre auf einer Intensivstation im Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf. In Bremen wurde er Facharzt für Inneres und praktizierte bis 2005 in Arsten. Dort haben ihm die Patienten den Namen Dididoktor verpasst.

Wegen seines beruflichen Hintergrunds werde er, der Mediziner aus Weyhe, nicht müde, den Menschen zuzurufen, sich impfen zu lassen. Und davon handelt das zweite Corona-Lied. Den Bedenkenträgern entgegnet er, dass die Wissenschaft so viele Daten gesammelt habe, dass eine Impfung absolut vertretbar sei. Die Impfung gewinne jede Abwägung, sagt er den Skeptikern. Gegen schwere Corona-Verläufe gewappnet zu sein, das sei die Hauptwirkung des Impfstoffs, und da überwiege der Nutzen. Wer keinen Schutz wolle, müsse sich abschotten, sonst komme Corona doch irgendwann – wie in seinem Lied – heimtückisch in den Körper gekrochen.

Elf Lieder sind „op Platt“

„Das Corona-Lied habe ich im Herbst geschrieben“, sagt der 82-Jährige. Seine Motivation? „Die Querdenker sind mir zu laut und die Künstler zu leise“, erklärt er. Der Weyher kritisiert, dass die Querdenker sich jeder wissenschaftlicher Aufklärung verschließen würden. „Ich will sie aber nicht verteufeln“, sagt er. „Viele Menschen sind Trittbrettfahrer, die Ängste haben.“ Dennoch müsse man der Realität ins Auge sehen, wenn es um Leben oder Tod gehe, betont er.

Das Corona-Lied und der Impf-Song gehören zu den wenigen Titeln auf der neuen CD, die auf Hochdeutsch geschrieben sind. Von den 18 Liedern auf der CD sind elf „op Platt“. Diedrich Heumann verarbeitet in den Songs nicht nur die Ortsteile von Weyhe, sondern auch die Weser und Persönlichkeiten wie Hinnerk achtern Diek.

Dazu garniert Heumann das CD-Büchlein mit zahlreichen Bildern. Sie zeigen Weyher Ortsteile. Zu sehen sind unter anderem der Marktplatz mit dem Weyher Theater, der Bahnhof, der Spieker, die Wassermühle sowie die drei Kirchen: Marienkirche in Leeste, Felicianus-Kirche und das katholische Gotteshaus in Kirchweyhe.

Von Sigi Schritt

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