Lahauser Bogensportler kehren Schützenverein den Rücken und schließen sich SV Dreye an

Der besseren Trainingsbedingungen wegen die „Heimat“ verlassen

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Die Neu-Dreyer Bogenschützen finden in der Sporthalle optimale Bedingungen vor.

Heiner Büntemeyer - Dreye - Als erster Sportverein im Kreissportbund Diepholz hat der SV Dreye vor wenigen Tagen eine Bogen-sparte gegründet. In Süddeutschland sei diese Kombination nicht ungewöhnlich, sagen Tanja und Andreas Thran, im Landkreis gehörten Bogenschützen dagegen bisher ausschließlich Schützenvereinen (SV) an.

Auch die fünf Aktiven, die jetzt montags und mittwochs ab 20.15 Uhr in der Dreyer Sporthalle trainieren, schossen bisher für den SV Lahausen, dem sie als Mitglieder auch immer noch angehören. Hans-Joachim Hoppe war vor wenigen Jahren sogar Lahauser Schützenkönig. „Aber die Trainingsbedingungen in der Dreyer Sporthalle sind wesentlich optimaler“, sagt Andreas Thran.

Schwierigkeiten habe es dadurch nicht gegeben. Heinrich Schöning, Vorsitzender des SV Dreye, habe sie mit offenen Armen aufgenommen.

Auch der Präsident des Schützenkreises Niedersachsen-Weyhe, Walter Huntemann, habe den Wechsel unterstützt und die Dreyer Bogensportler bereits im Kreisverband vorgestellt, damit sie sich noch an den Kreismeisterschaften 2016 beteiligen können. Sie beginnen im Oktober.

Mit fünf Bogensportlern begann der Übungsbetrieb. Inzwischen beteiligen sich schon elf Frauen und Männer am Training. Hallenzeiten vorausgesetzt, könnte das Angebot auch auf Kinder und Jugendliche ausgeweitet werden, erklärt die Kreisbogenreferentin Tanja Thran.

Immerhin verfügt die Sparte über drei Trainer mit einer Lizenz des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), die auch schon wesentlich am Aufbau einer Bogensparte im Brinkumer Schützenverein beteiligt waren. Die dazu erforderlichen Bogen würde die Sparte den Nachwuchsschützen leihweise zur Verfügung stellen. Genau so wie die Mitglieder auch das erste Equipment wie beispielsweise die teuren schweren Zieleinrichtungen aus eigener Tasche bezahlt haben.

Die Trainingsbedingungen bezeichnen die Dreyer „Rednocks“ als ideal: Die Halle sei geheizt und sehr gut ausgeleuchtet. Da in der Wettbewerbsordnung für Hallen nur 18 Meter lange Schießbahnen verlangt werden, reiche die Größe selbst für offizielle Wettbewerbe. Im Sommer können die Aktiven auf dem Sportplatz trainieren, wo sie auf bis zu 90 Meter entfernte Zielscheiben schießen.

Ihren ersten offiziellen Wettbewerb organisieren die Bogenschützen bereits im November, wenn sie in der Sporthalle die Meisterschaften des Schützenkreises Niedersachsen-Weyhe ausrichten.

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