„Hackdays“

Kreative Köpfe der KGS Leeste entwickeln Lärm-Messgeräte und andere Apparate

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Im kleinen Forum der KGS Leeste läuft die Präsentation aus dem Projekt „Make Your School“. Phillip Mathias Voigts (vorne) hat mit Jannes, Leo und Matthes ein System entwickelt, um das kreative Denken in einer virtuellen Welt zu fördern. 

Leeste - Kann man Probleme an der Schule in einer Ideenwerkstatt mittels digitaler und technischer Hilfsmittel lösen? Bei der zweiten Auflage des Projekts „Make Your School“ an der KGS Leeste gingen 36 Schüler in neun Teams dieser Frage nach. Innerhalb von zweieinhalb Tagen, sogenannter „Hackdays“ („Tüfteltage“), suchten und fanden die Elftklässler Ansatzpunkte für verschiedene Verbesserungen des schulischen Alltags.

Die Ergebnisse und Prototypen wurden im kleinen Forum der Schule vor rund 60 Schülern, beteiligten Lehrern und Mentoren präsentiert.

„Wir wollen jetzt verstärkt das Fach Informatik an unserer Schule implementieren“, erklärte Wolfram Boberski, Didaktischer Leiter an der KGS Leeste. „Unter anderem deshalb machen wir nach 2017 erneut bei diesem Projekt mit.“ Bundesweit nehmen in diesem Jahr lediglich neun Schulen an dem von der Initiative „Wissenschaft im Dialog gGmbH“ (WiD) organisierten und von der „Klaus Tschira Stiftung“ geförderten Projekt teil. Erst im vergangenen Jahr wurde die Initiative ins Leben gerufen, wie Projektmanagerin Olivia Kühne von der WiD mitteilte. „Es geht um eine andere Art des Lernens, um Problemlösungskompetenzen und ein direktes Feedback für die Schüler“, verdeutlichte sie.

In Teams stellten die Tüftler ihre Themen vor. Bei einer Erfindung, die auch die Lehrer erfreuen dürfte, ging es um den Lärmpegel im Klassenzimmer. Mit einem Lautstärkeregler soll ein warnender Signalton erzeugt werden, sobald der Krach einen bestimmten Punkt überschreitet. Ein anderes Team hatte darüber gegrübelt, wie ein Schulgebäude autonom auf Umweltreize reagieren könnte. Eine automatisch einsetzende Kühlung und Beleuchtung waren das Ergebnis.

Eine ganz pfiffige Idee hatten zwei Mädchen und ein Junge. Am Ende des Unterrichts würden alle Schüler die Infos an der Tafel abfotografieren. Dies wollen sie nun übernehmen und die Bilddateien zentral für alle zum Download bereitstellen.

Drei Mädchen haben sich Gedanken gemacht, wie junge Frauen an vergessene Hygieneartikel in der Schule kommen können. Herausgekommen ist dabei ein Automat, aus dem bei Bedarf und nach Einwurf von zehn Cent eine Binde entnommen werden kann.

Ein Gerät zur Ermittlung der Zufriedenheit der Schüler wurde ebenfalls präsentiert. Dieses „Stimmungsbarometer“ soll Lehrern und Schulleitung beispielsweise zeigen, wie zufrieden oder unzufrieden die Schüler mit den Preisen in der Cafeteria sind.

Eine Software zur „Optimierung der Sportwahl“ haben vier Mädchen entwickelt. Da sie zuvor noch nie etwas programmiert hatten, beeindruckten sie mit dem Ergebnis nicht nur ihren Mentor, der das Vorhaben unterstützend begleitet hatte.

Alle Teams informierten über den Weg von der Idee bis zur Umsetzung und sparten auch Probleme nicht aus, auf die sie während ihrer Tüftelei gestoßen waren.

Die maßgeblich an der Projektumsetzung beteiligte Lehrerin Wiebke Vogelsang zeigte sich zufrieden – insbesondere vor dem Hintergrund, dass bald Sommerferien seien und die Luft schon fast ein bisschen raus sei. „Ihr wart echt toll.“ 

 rjy

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