Künstlerin Ingrid Prill inszeniert auf Ölbildern einen Spaziergang durch gepflegtes Grün

Mannigfache Licht-, Schatten- und Farbspiele des Waldes

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Ingrid Prill stellt ihre Werke noch bis Ende August in der Wassermühle aus.

Sudweyhe - Von Dagmar Voss. Der Wald ist und war schon immer eines der beliebtesten Motive in der Malerei. Unendlich vielfältig sind die Variationen der Natur und verlocken zum Abbilden, Darstellen oder auch zum Modifizieren der Realität. Das ist auch bei den Bildern der neuen Ausstellung „Wald“ in der Wassermühle der Fall.

In ihren Ölbildern, die seit Sonnabend zu sehen sind, hat die Malerin Ingrid Prill die mannigfachen Licht-, Schatten- und Farbspiele des Waldes festgehalten. Immer mit einem Weg zwischen Bäumen versehen, der den Betrachter verlockt, seinen eigenen, inneren Zugang zu den Bildern zu finden. Oder auch zu geistigen Zielen, ob nun zu „Klarheit“, wie eines der Bilder betitelt ist, zu einem „Weg ins Ungewisse“ oder in die „Stille“.

„Die Künstlerin spielt mit Licht- und Schattenstärken“, sagte die Kulturbeauftragte Tina Fischer in ihrer Begrüßung der Handvoll Gäste. „Die Bilder, fotorealistisch und mit großer Tiefe, weisen als prägendes Stilelement leuchtende Farben auf, die Titel ihrer Gemälde lassen sich als Metaphern verstehen.“

So sei „Weg ins Ungewisse“ eine Aufforderung, Neugierde zu erleben und sich aufzumachen, wohin auch immer. Man sieht auf dem Bild einen breiten Weg im Vordergrund, der sich nach hinten zu einem dunklen Baumtunnel verengt. Im Gegensatz dazu die „Klarheit“, in dem der Pfad hinausführt aus dem Wald in eine helle Gegend. Fischer erläuterte: „Mit intensiven Farben und dem Zusammenspiel aus hell und dunkel schafft sie harmonische und ausdrucksstarke Bilder, die sehr gut zur Atmosphäre der Sudweyher Wassermühle passen.“

Nicht immer sind die Darstellungen gänzlich der Realität entnommen, immer wieder finden sich farbliche Betonungen wie beispielsweise durch einen kräftig violetten Weg, der in einen hellrosa Hintergrund führt. Oder bei dem Bild mit dem leicht irreführenden Titel „Nebel“: nur ein wenig Bodennebel ist darauf zu sehen, dafür viele pastellfarbene Motive, die sich vereinen.

Für die Künstlerin sind gerade die Ölfarben verlockend, denn „sie können durch ihre Farbbrillanz besondere Atmosphären in Bildern erzeugen“.

Vernissagenbesucherin Gerda Rucker genoss die Ausstellung: „Es ist leicht und schön hier, am besten gefällt mir das Bild ‚Stille’, denn es erinnert mich an ein Wald- und Wiesenstück in Heiligenrode.“

Zu sehen sind die Werke noch bis zum 30. August in der Wassermühle, Im Mühlengrunde 15. Öffnungszeiten sind sonnabends von 15 bis 18 Uhr, sonn- und feiertags 11 bis 17 Uhr.

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