Krippenneubau in Lahausen weit fortgeschritten / Bezug im Januar

Neuer Mobilbau für mobile Nutzer

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Das WC mit Toilettenkabinen und Waschbecken in Sommerwiesenblumen-Höhe für die Kinder.

Lahausen - Von Philipp Köster. Toiletten und Waschbecken sind fertig. Der Wickeltisch kommt noch. Auch das Linoleum liegt schon in den Räumen.

Ab Januar können auf zwei winzigen WCs bis zu 15 Krippenkinder – natürlich nicht alle auf einmal – ihr Geschäft verrichten, sich im Gruppenraum ihr Mittagessen schmecken lassen oder nebenan im Schlafraum vom Spielen und Toben ausruhen. Zurzeit laufen die Arbeiten für einen weiteren Krippenbau in Lahausen auf Hochtouren. Am Montag hat die Gemeinde die sieben Mobilbaumodule abgenommen.

Doch als solche kann man sie gar nicht erkennen. Denn unter Putz und mit Wärmedämmung lassen sie sich auf den ersten Blick nicht von einem Massivbau unterscheiden. Und im Innern sieht es ebenfalls so aus wie in einer Stein aufStein errichteten Krippe. „Der Fußbodenbelag ist der gleiche und auch die Akustikdecke“, sagt Christina Böttcher-Krützfeld, die im Rathaus für die Erweiterungsbauten im Kitabereich zuständig ist.

Mit künftig drei Krippen- und vier Kindergartengruppe ist die Lahauser Einrichtung bei der Grundschule die größte in der Gemeinde. Das liegt laut Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Fachbereichsleiterin Astrid Friedmann zum einen an der zentralen Lage, zum andern am relativen Kinderreichtum im Ortsteil.

Die vier Kindergartengruppen und eine Krippe sind im Hauptgebäude untergebracht, die neue Krippe wird an die bestehende angebaut, die 2008 ebenfalls in Mobilbauweise errichtet worden ist und bis 2012 als Hort diente. Die Gesamtkosten inklusive Planung, Genehmigung und Außenanlagen (Fertigstellung bis Ende November) belaufen sich auf 380000 Euro. Im Sommer ging es während der dreiwöchigen Schließzeit der Einrichtung mit den vorbereitenden Arbeiten los.

Für das kommende Jahr steht den Planungen zufolge noch ein weiterer Krippenbau bei der Rotkreuz-Kita am Drohmweg an, vorbehaltlich der Zustimmung der Politk in den Haushaltsberatungen und im Rat. Doch das gilt als Formsache. Bei den Kindergartengruppen ist der Bedarf laut Bovenschulte vorläufig gedeckt. Etwa 95 Prozent der Kinder zwischen drei und sechs Jahren würden auch in den kommunalen Einrichtungen betreut, bei den Sprösslingen zwischen eins und drei Jahren beträgt diese Quote etwa 64 Prozent (siehe Kasten).

Die Gemeinde orientiert sich in ihren Planungen an der Nachfrage. Rein theoretisch müsste sie aufgrund des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz auch allen Kindern einen Platz bieten können.

Auch wenn Eltern ihren Nachwuchs bis Februar angemeldet haben müssen – in der Regel kümmern sich die Rathausmitarbeiter um eine möglichst zeitnahe Unterbringung. Laut Verwaltungschef Bovenschulte hätten die Erziehungsberechtigten Verständnis, dass das nicht von jetzt auf gleich gehen kann.

Für 461 Weyher Kinder im Alter von ein bis drei Jahren gibt es in der Gemeinde 295 Betreuungsplätze (inklusive Tagespflege). Damit erreichen die Kommunie im U3-Bereich eine Betreuungsquote von 64 Prozent. Die Kita Lahausen bietet zurzeit 123 Plätze, davon 93 im Kiga- und 30 Krippenbereich. Durch den Neubau der Krippe kommen ab Januar in Abhängigkeit vom Alter der Sprösslinge zwischen 12 und 15 weitere Plätze dazu. Damit ist die Kita Lahausen die größte Weyher Kindertagesstätte.

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