Nutzer können an Umfrage teilnehmen

Kreis will Funklöcher aufspüren

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In der Nähe eines Mobilfunkturmes ist der Datenempfang durch die Luft sicherlich optimal. Wer davon weiter weg wohnt, muss manchmal sogar auf gutes Wetter hoffen.

Weyhe - Von Sigi Schritt. In Sachen schnelles Internet über Mobilfunk sei Melchiorshausen noch wie ein weißer Fleck, ärgert sich Christiane Blenski. Sie erhofft sich von der aktuellen Landkreisinitiative, unzureichende Mobilfunkabdeckung aufzuspüren, eine Verbesserung für die Wesergemeinde.

Die Vorsitzende des Unternehmerinnen-Netzwerks „Fairnet“ bekomme über LTE – wenn das Wetter nicht mitspielt – trotz der vereinbarten 50 MBit/Sekunde nur 20, berichtet sie. „Das ist aber immer noch besser als nur zwei Mbit/s über die Kupfertelefonleitung. Von Glasfaser bis ins Haus könnten sie und ihre Familie nur träumen, sagt die Melchiorshauserin, die am Wohnort eine Kommunikationsagentur betreibt. Blenski würde – wie sie sagt – „liebend gerne“ das Angebot eines Telekommunikationsanbieters annehmen, der derzeit mit einer Geschwindigkeit von 150 MBit/s durch die Luft wirbt, doch das sei technisch in Melchiorshausen nicht machbar, sagt sie. Außerdem steigen die Anforderungen an das Datenvolumen permanent. Nicht nur Blenski müsse fürs Geschäft große Datenmengen versenden und empfangen, ihr Ehemann und ihre beiden Kinder fordern ebenfalls ihr digitales Datenrecht. Sie wollen etwa bei Netflix Filme streamen. Außerdem sind mehrere Geräte permanent mit dem Internet verbunden.

„Als wir in Norwegen im Urlaub waren, hatten wir mitten im Niemandsland unglaubliche Geschwindigkeiten zur Verfügung. Vom superschnellen mobilen Netz könne man hier nur träumen. Für Blenski sei die Abdeckung zumindest in Melchiorshausen „ausbaufähig“.

Die Kreisverwaltung bittet Nutzer, bis zum 30. Oktober an einer Umfrage teilzunehmen, um eine Übersicht über Funklöcher zu erstellen. Das ist laut Wirtschaftsförderer Dennis Sander möglich per Internet. Möglich sei aber auch, eine App fürs Smartphone zu installieren, um die Bereiche, in denen sich die Nutzer bewegen, automatisch zu erfassen. Die Internetseite gibt Auskunft, wie die App funktioniert und wie sie installiert wird.

www.diepholz.de/mobilfunk

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