Höchstbelastung durch Mai-Großeinsätze

Kräfte der Feuerwehr fast ausgeschöpft

Dutzende Stunden löschen die Weyher Feuerwehren im Mai Brände. Die Arbeitgeber zeigen viel Verständnis für das freiwillige Engagement. - Foto: Jantje Ehlers

Weyhe - Von Marc Lentvogt. Nahezu täglich scheinen derzeit die Sirenen durch den Ort zu heulen. Der Eindruck täuscht nicht, berichtete Gemeindebrandmeister Bernd Scharringhausen am Mittwochabend im Ausschuss für Ordnung und Soziales. Allein im Mai musste dreimal Gemeindealarm ausgelöst werden. Für die freiwilligen Kräfte der Feuerwehr sind Einsätze wie der am Hof Schierenbeck (wir berichteten) eine Höchstbelastung.

Die Unterstützung war groß. Die Technische Einsatzleitung aus Stuhr hatte sich beteiligt, zum Hof Schierenbeck war auch das Technische Hilfswerk aus Hoya geeilt. Nicht zu vergessen, betonte Scharringhausen, die stille Unterstützung der Arbeitgeber, die die Möglichkeit schaffen, dass mehr als 100 Personen den ganzen Tag über im Einsatz sein können. „Ihnen gilt ein besonderer Dank.“

Einsatz geht in der Zentrale weiter

Zusätzlich zu den Brandbekämpfern habe die Feuerwehr im Mai auch zweimal Seelsorger an den Einsatzort gebeten. „Ich lege sehr viel Wert auf den Opferschutz“, erklärte Scharringhausen. Er hole die Seelsorge lieber einmal mehr, als einmal zu wenig. Vor Ort sei es ein gutes Zusammenspiel, welches den Betroffenen etwas Frieden verschafft. Der Gemeindebrandmeister gehe in die Häuser und berichte im Anschluss, wie es dort aussieht. Das beantworte erste Fragen und beruhige, bestätigte eine Seelsorgerin.

Sind die Feuer gelöscht und die Menschen versorgt, endet der Einsatz noch lange nicht. „Wenn wir vier Kilometer Schlauch benötigen, müssen wir die auch wieder aufrollen. Bei der Witterung hat das gezehrt. Die körperliche Belastung ist nicht gering.“ Im Anschluss müssen die Fahrzeuge für den nächsten Einsatz hergerichtet werden, das betreffe Schlauch- und Gerätebestückung, aber auch Routineaufgaben wie das Tanken.

Ein deutlicher Aufwand muss auch in die Kleidung gesteckt werden. Insbesondere die Atemschutzgeräte müssen gereinigt und auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden. „Nach den Großeinsätzen, die wir hatten, haben wir zwei bis drei Stunden Nachbereitung“, so Scharringhausen.

Der Einsatz an der Rumpsfelder Heide beschäftige die Feuerwehr noch heute, so der Gemeindebrandmeister. Die Wohnung eines Lahauser Feuerwehrmannes sei betroffen gewesen. Eine interne Spendensammlung habe es ermöglicht, dass er zumindest wieder eine Grundausstattung anschaffen könne.

Frank Seidel (SPD) nahm den Bericht Scharringhausens zum Anlass, den Anwohnern zu danken. Er habe gehört, dass diese bei der schwierigen Witterung mit Essen und Trinken zur Stelle waren, um die Einsatzkräfte zu unterstützen.

Am liebsten wäre es Scharringhausen natürlich, die Hilfe der Feuerwehr würde nicht benötigt, aber wenn doch, gelte auch nach einem anstrengenden Monat: „Wir können den Bürgern versichern: Sie kriegen 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr Hilfe!“

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