Kostenlose Gründungsberatung: Bremer Seniorservice und Wirtschaftsförderung ziehen eine positive Halbjahresbilanz

Eine neue Chance als Interims-Manager

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Wirtschaftsförderer Dieter Helms (r.), die Erste Gemeinderätin Ina Pundsack-Bleith und Wirtschaftssenior Frank Rönz schicken den Beratertag in die Sommerpause.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Wer eine Firma gründen will, bekommt in Weyhe sehr viel Hilfe und muss dafür noch nicht einmal tief in die Tasche greifen. Die Gemeinde und der Bremer Seniorservice helfen kostenlos.Die Hilfe kommt an – der Wirtschaftssenior Frank Rönz und der Wirtschaftsförderer Dieter Helms präsentieren eine positive Halbjahresbilanz.

„Das Beratungsangebot wird gut angenommen“, so Rönz. Mit 25 verschiedenen Interessenten, die teilweise viermal das Rathaus aufsuchen, um Tipps vom Profi zu bekommen, habe der Weyher in den vergangenen sechs Monaten gut zu tun gehabt. Er schaut sich nicht nur die Konzepte und Wirtschaftspläne der Gründer an, sondern geht auf Wunsch auch mit zur Bank und zum Steuerberater. In einem Fall hat er auch die sogenannten Wirtschaftsengel bemüht, die privates Kapital beschafft haben.

Doch Rönz kann – und muss manchmal auch hart sein, wenn die herangetragene Idee aus seiner Sicht partout keine Chance auf Erfolg hat. In diesem Fall mahnt er, „das gesparte Geld lieber auf dem Konto zu lassen und auf eine bessere Idee zu warten“. Unterm Strich waren vier Gründungen dabei, die aus seiner Sicht vielversprechend sind: darunter ein Interessent, der ein Nagelstudio eröffnen wollte. Das gibt es nun in Leeste. „Das ist sogar ausgebucht“, sagt Rönz erfreut. Eine Kosmetikerin arbeitet von daheim und hat ihren Job „gut im Griff“. „Einen Anbieter, der Algenbrot herstellt, habe ich mit dem Betreiber eines Syker Reformhauses zusammengebracht. Der war begeistert. Die Käufer von glutenfreiem Essen sagen, dass das Brot fantastisch schmeckt“, ergänzt Rönz.

„Wir beraten auch ehemalige Daimler- oder Airbus-Manager über 50 Jahren, die einen neuen Job suchen, weil sie wegrationalisiert worden sind“, sagt Rönz. „Ich empfehle ihnen nicht, Berater zu werden, denn die gibt es wie Sand am Meer.“ Interessanter sei es, einen Posten als Manager auf Zeit anzunehmen. In den Konzernen hatten diese Menschen als Abteilungsleiter Personalverantwortung, waren in der Pressestelle oder in einer Stabsstelle tätig und waren es gewohnt, komplexe Aufgaben zu lösen. Als sogenannter Interims-Manager könne der Interessent von seinem Wissensschatz profitieren und ein mittelständisches Unternehmen weiterbringen. Wenn das Projektmanagement gefruchtet hat, stünden die Chancen gut, den nächsten Anschlussjob zu bekommen. Zusammen mit dem Wirtschaftsförderer Dieter Helms habe er die Weichen gestellt, damit ein ehemaliger Abteilungsleiter seine Erfahrungen bei einer großen Maschinenbaufirma einbringen kann. Die nächste Beratung nach der Sommerpause ist am Donnerstag, 24. September.

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