Musikabend in der „Casa Belcanto“

Ein Konzert für den Frieden

Musik im Wohnzimmer: „Markus Krause & Friends“ singen für den Frieden. - Foto: Ehlers

Kirchweyhe - Von Angelika Kratz. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Konzertabende in der „Casa Belcanto“ bei Markus und Angela Krause in Kirchweyhe. Entspannte Wohnzimmeratmosphäre war auch am Freitag garantiert, als „Markus Krause & Friends“ gesanglich Brücken für den Frieden bauten.

Statt Angst sollten Freundlichkeit und Toleranz im Fokus stehen, und dafür gab es Beispiele aus der Musikwelt. Sopranistin Karin Wilkens eröffnete das gut eineinhalbstündige Programm mit der alt-italienischen Arie „Salve Amiche“ von Antonio Caldara aus dem 17. Jahrhundert. Ihr folgte „Bridge over the troubled water“, einem Song aus dem Jahr 1970 von Simon und Garfunkel, dargeboten von Markus Krause mit seiner fast raumsprengenden Stimme. 

Judith Schmidt ist ebenfalls Schülerin in der „Casa Belcanto“ und interpretierte als Sopranistin das „Pie Jesu from Requiem“ des französischen Komponisten Gabriel Fauré. Theresa Klee brachte sich mit „Deep Peace“, einem von John Rutter geschriebenen Song aus der jüngsten Zeit, mit ihrem Mezzo-Sopran ein. Die musikalischen Beträge wurden von Texten aus der Feder von Markus Krause begleitet und boten viel Stoff zum Nachdenken.

Das Publikum war indes nicht nur zum Zuhören aufgefordert. Viel mehr galt es, einen besonderen Friedensgruß mit einer herzlichen Umarmung weiterzugeben. Anfängliche Zurückhaltung wich spontanem Lachen, und wo die Umarmung noch zu viel war, gab es einen herzlichen Händedruck. Der Gedanke von Markus Krause, dem Friedensgedanken im kleinen Rahmen Flügel zu verleihen, schien aufzugehen.

Die Pause verbrachte das Publikum wie stets mit kleinen Häppchen und einem Gläschen Sekt in der Küche. Entspannt kamen alle miteinander ins Gespräch, und Karin Wilkens verriet ihren Traum, große Opern zu singen, wobei besonders Verdi ganz oben auf ihrer Liste steht. Viele Jahre hat sie in einem Bremer Chor gesungen, bis dieser sich auflöste. Nun nutzt die Bremerin die gesangliche Weiterbildung in Kirchweyhe als Ausgleich zum kaufmännischen Job. 

Theresa Klee singt als Musiklehrerin schon berufsbedingt und seit zwei Jahren auch für ihren kleinen Sohn. Nach der Babypause möchte sie ihre Stimme weiter fördern lassen. Träume von einem Wechsel nach der Beherrschung der Klassik in die Popebene hat Judith Schmidt, die sich durchaus auch professionelle Auftritte vorstellen könnte.

Im zweiten Programmteil waren alle im Hause Krause gefragt, denn ein von Markus Krause geschriebener Friedenskanon erforderte jegliche Stimmen. „Wir haben alles rausgeholt“, aber schlecht hörte sich das Gesamtwerk nicht an.

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