Konzept für Lahauser Gemeindehaus

Kirche trennt sich von Grundstücken

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Die Pastoren Gudrun Müller, Albert Gerling-Jacobi und Karsten Damm-Wagenitz (v.l.n.r.) schauen sich das alte Lehrerhaus an. Das Gebäude wird abgerissen.

Weyhe - Von Sigi Schritt. Die Felicianus-Kirchengemeinde Weyhe hat laut Landeskirche neben ihrem Gotteshaus zu viele Gebäude, die sie unterhalten muss. Die Landeskirche hat angekündigt weder Zuschüsse für das baufällige Lehrerhaus aus dem Jahr 1880 noch für das Gemeindehaus Sudweyhe (1982) bereitzustellen. Sanierungsbedarf herrscht auch beim Lahauser Pfarrhaus (1965). Als Lösung dieser Probleme will der Kirchenvorstand diese drei über drei Ortsteile verteilte Gebäude abreißen.

Die Kosten für die Sanierung des Lahauser Pfarrhauses haben die Pastoren Gudrun Müller und Albert Gerling-Jacobi gestern auf rund 300000 Euro beziffert. Es sei preiswerter, für das Geld einen Neubau zu errichten, sagen sie.

Insgesamt gibt die Gemeinde für den Abbruch der drei Gebäude und dem Neubau rund eine halbe Million Euro aus, kündigen die Geistlichen an.

Um das Vorhaben zu finanzieren will die Kirchengemeinde teilt das 3000 Quadratmeter große Lahauser Grundstück so aufteilen, dass sich drei Familien, die bauen möchten, sich ein Areal von 2000 Quadratmetern Fläche teilen. Einen Bauträger möchte die Kirchengemeinde nicht einschalten, um den Verkaufspreis nicht in die Höhe zu treiben, begründet Albert Gerling-Jacobi.

Mit der Verwaltung der Wesergemeinde sei das Vorhaben bereits besprochen worden, allerdings müsse noch die Landeskirche grünes Licht geben. Denn von Hannover sollen für das Projekt ebenso Zuschüsse fließen wie vom Kirchenkreis.

Das ehemalige Lehrerhaus direkt gegenüber der Felicianus-Kirche soll ersatzlos weichen. Die Kirchengemeinde will aber Eigentümerin des Grundstücks bleiben, da es sehr dicht am Gotteshaus liegt. Eine Sanierung sei aus Kostengründen völlig ausgeschlossen.

Das gleiche gilt auch für das kleinste der drei Gemeindehäuser, das sich in Sudweyhe befindet. Das Haus wird von zwei Gruppen genutzt, die dort pro Woche drei Stunden Zeit verbringen. Dem stehen Betriebskosten in Höhe von jährlich 2000 Euro gegenüber.

Da die Versorgungsleitungen eng mit dem Pfarrhaus verbunden sind, könne dieser Trakt nicht extern genutzt werden, erläutert Gudrun Müller. Das Pfarrhaus soll erhalten bleiben, sagt sie, zumal laut Müller dauerhaft drei Pfarrstellen erhalten bleiben.

Akuter Handlungsbedarf in Sudweyhe bestehe deshalb, weil laut Müller die Schornsteinfegerin die Heizungsanlage aus dem Jahr 1982 beanstandet hat. Der Brennkessel soll demnächst außer Betrieb genommen werden. Bei der Planung einer neuen Anlage soll die neue Heizung nur für das Pfarrhaus berechnet werden, das bedeutet, dass das Gemeindehaus zukünftig nicht mehr beheizt wird.

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