„Konvergenzen“ begeistern

Sybille Hentschel und Uwe Hansmann stellen im Weyher Rathaus aus

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Sybille Hentschel und Uwe Hansmann stellen ihre Werke im Rathaus in Weyhe aus – und sorgen für Erstaunen, Bewunderung und Begeisterung.

Weyhe - Von Angelika Kratz. Erstaunen, Bewunderung und Begeisterung über die aktuelle Ausstellung „Konvergenzen“ waren an der Gestik und Mimik der Besucher auch ohne viele Worte abzulesen. Bereits im Eingangsbereich zeigten sich einige Werke von Sybille Hentschel und Uwe Hansmann und ließen erahnen, was sich in der oberen Etage präsentieren würde.

Die herzlichen Begrüßungszeremonien der Kunstszene wurden abgekürzt, denn die Augen hatten schnell die Stadtszenen von Sybille Hentschel anvisiert. Ein dezentes, aber durchaus hörbares „Wow“ entschlüpfte voller Überraschung und Anerkennung, während sich im Hintergrund die Gruppe „Nest“ mit Jazzmusik einbrachte.

Faszination an Formen eint Malerin und Bildhauer

Immerhin hatte Bürgermeister Andreas Bovenschulte seine Worte wieder gefunden, denn er hatte bereits zum Aufbau das Vergnügen, sich der Kunst von Sybille Hentschel und Uwe Hansmann nähern zu können.

Die nicht einfachen Räumlichkeiten mit Wänden aus Backstein des Weyher Rathauses hätten schon viele Ausstellungen zwischen Amateur- und Profilagern gesehen, sagte er. Aber bereits beim ersten Gucken sei ihm und seinen Kollegen die hohe Qualität der Arbeiten bewusst geworden. Die laienhafte, aber treffende Bewertung des Gemeindeoberhauptes bestätigte Kunstkritiker Rainer Beßling in seiner thematischen Einführung. Der Begriff „Konvergenz“ als überschreibendes Motto der Ausstellung bedeute eine Annäherung, ohne aber die eigene Identität zu verlieren.

„Sybille Hentschel ist in der Malerei zu Hause, Uwe Hansmann in der Bildhauerei. Beide Künstler vereint die Faszination an Formen, die sie auf beeindruckende Art in ihren Werken zum Ausdruck bringen“, vermerkte schon der Text auf der Einladungskarte als knappe, aber sehr treffende Beschreibung.

Reizvoller Dialog zweier Kunstformen

Inspirierend waren für Uwe Hansmann die auf Leinwand gemalten Formen seiner Künstlerkollegin. Diese fast schwebenden und ausgewogenen Objekte dreidimensional in Metall oder Stein umzusetzen, war für ihn in den beiden vergangenen Jahren eine Herausforderung, die als überaus gelungen bezeichnet werden kann.

Als „reizvollen Dialog“ betrachtet Beßling die im Rathaus gekonnte Hängung von Bildern und Objekten mit einem Wechselspiel von Licht und Schatten.

Beim Metall oder dem filigran bearbeiteten Stein ist das Drumherumlaufen und Streicheln – das ist erlaubt – des Materials ein Erlebnis. „Nur nicht bei den polierten Stücken“, bat Uwe Hansmann vorab, der aber hinsichtlich aller neugierigen Finger volles Verständnis für ein haptisches Erleben seiner Kunstwerke hat. „Der virtuelle Raum der Malerei von Sybille Hentschel wird mit den Skulpturen von Uwe Hansmann greifbarer“, lenkte Beßling den Blick auf Licht und Schatten.

Ausstellung bis zum 24. November geöffnet

Neben den verbindenden Formen zeigten die in Mecklenburg geborene und diplomierte Modedesignerin und der aus Hannover stammende Zahntechnikermeister ihre weiteren, ganz eigenen Seiten der Kunst.

Den erzählerischen Stadtszenen der Malerin standen Skulpturen aus Kastanie oder Birke gegenüber und forderten mit oder ohne Titel zur eigenen Auseinandersetzung auf. Es macht Spaß, sich mit Sybille Hentschel und Uwe Hansmann auf eine Fantasiereise zu machen und den Alltag ein wenig vor der Rathaustür zu lassen. Dies können Interessierte zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses noch bis zum 24. November tun.

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