Ein Pedelec für Dirk Pistol

Kontaktbereichsbeamter der Polizei Weyhe ab sofort mit neuen Dienstfahrzeug unterwegs

Noch bürgernäher will der Kontaktbereichsbeamte Dirk Pistol (rechts) mit seinem neuen Pedelec werden. Kommissariatsleiter Domenico Corbo ist froh über die Erweiterung des Fuhrparks.
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Noch bürgernäher will der Kontaktbereichsbeamte Dirk Pistol (rechts) mit seinem neuen Pedelec werden. Kommissariatsleiter Domenico Corbo ist froh über die Erweiterung des Fuhrparks.

Ein Polizist zum Anfassen ist Weyhes Kontaktbereichsbeamter (KOB) Dirk Pistol bereits seit Längerem. Und um zukünftig noch etwas greifbarer für den Bürger zu sein, profitiert er von einer besonderen Erweiterung des Fuhrparks des Polizeikommissariats Weyhe. Denn dieses ist jetzt im Besitz eines brandneuen Pedelecs für seinen KOB.

Weyhe – „Ganz schön schwer“ sei das Pedelec, das hat Dirk Pistol bereits festgestellt. Eine richtige Runde auf seinem Angang der Woche eingetroffenen neuen Dienstfahrzeug habe er zwar noch nicht gedreht, „aber Fahrrad fahren kann ich“, sagt der 47-Jährige selbstbewusst, da er auch außerhalb des Dienstes gerne auf zwei Rädern unterwegs ist.

Und das ist auch gut so, denn Dirk Pistol hat eine Aufgabe, wie der Leiter des Weyher Kommissariats, Domenico Corbo, erklärt: „Er soll das Rad so einsetzen, dass er in Kontakt mit der Bevölkerung kommt.“ Das sei auch ohne Pedelec das, was ihn als KOB besonders auszeichnet. „Der Polizei ein Gesicht zu geben“, so formuliert Dirk Pistol den Zweck seiner Funktion, die er seit Juli in Vollzeit ausüben darf und die ihm viel Freude bereitet. Und das Pedelec dürfte ihm dabei zugutekommen.

Vier Pedelecs für vier KOB

Denn der große Vorteil eines Polizisten, der auf einem Fahrrad oder Pedelec unterwegs ist: Er ist direkt ansprechbar, dadurch noch bürgernäher. Zudem erreiche man mit einem Zweirad Bereiche, die sich mit einem Streifenwagen nur schwer erschließen lassen, etwa Spielplätze, erklärt Domenico Corbo. „Mit dem Rad ist man unglaublich flexibel“, so der Weyher Polizeichef, der von seinem KOB ergänzt wird: „Und man regt Leute weniger zum Weglaufen an.“

Vier KOB gibt es im Landkreis: in Weyhe, Syke, Sulingen und Diepholz. Jeder davon wird jetzt mit einem Dienst-Pedelec der Marke Riese und Müller ausgestattet. Etwa 5 000 Euro kostet ein solches Gefährt, für Domenico Corbo sei das allerdings „gut investiertes Geld“. Mit dem 625 Wattstunden starken Akku lassen sich Strecken über 100 Kilometer zurücklegen, bevor es in der Wache wieder an die Steckdose muss. Zur erweiterten Ausrüstung des Kontaktbereichsbeamten gehören natürlich auch ein Fahrradhelm und dem Wetter angepasste Kleidung sowie Fahrradtaschen, die mit weiterem Dienstequipment gefüllt sind.

Dirk Pistol ist „fit wie ein Turnschuh“

Einen ganz besonderen praktischen Nutzen hat das Pedelec von Dirk Pistol obendrein: „Gerade die Unfallzahlen mit Pedelecs gehen nach oben, weshalb wir und der Landkreis Pedelec-Kurse anbieten.“ Da sei es „super, wenn man selber auch eines fährt“, sagt der KOB. Da mittlerweile viele Leute Pedelec fahren würden, sei die jüngste Ergänzung des Polizei-Fuhrparks für Domenico Corbo „die nächste technische Stufe“.

In anderen Städten und Gemeinden seien Pedelecs bereits in den Dienststellen angekommen, eine Vorreiterrolle nimmt der Landkreis demnach nicht ein. Zwar gibt es in den Kommissariaten der Region bereits seit längerem unmotorisierte Fahrradstreifen, doch auf dem Land seien „weitere Wege zu überbrücken, deshalb gibt es nur wenige davon“, sagt Domenico Corbo. Für Dirk Pistol dürften damit auch Dienstfahrten in die umliegenden Dörfer und Gemeinden von nun an noch weniger ein Problem darstellen; er jedenfalls betont: „Ich bin fit wie ein Turnschuh!“

Türöffner für mehr Nähe

Domenico Corbo erhofft sich, dass durch Maßnahmen wie die Indienststellung des Pedelecs die Distanz, die sich gerade im Zuge der Corona-Pandemie zum Bürger gebildet habe, verringert wird. „Die ist größer geworden, als wir uns wünschen“, räumt er ein. Dann denkt er kurz nach und sagt: „Dabei ist es ein total schönes Bild, wenn ein Kind winkt und die Beamten dann direkt anhalten und man miteinander ins Gespräch kommt. Das ist eine tolle Option.“

Ab wann genau Dirk Pistol sich mit seinem Pedelec unter die Leute mischt, weiß er indes noch nicht. „Wenn das Wetter passt“, sagt er lachend. Entsprechend habe er noch keine Touren geplant. Den Wochenmarkt könne er sich gut als eine seiner Stationen vorstellen. Der Kontaktbereichsbeamte jedenfalls scharrt ganz offensichtlich bereits mit den Füßen: „Ich habe Spaß am Fahrrad fahren und die Lizenz zum Schnacken. Also freue ich mich schon drauf.“

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