Wahlbeteiligung bei 59,62 Prozent

Zwei neue Parteien im nächsten Weyher Gemeinderat vertreten

Die CDU Weyhe feiert im Leester Garten von Unternehmer Michael Quittek. Immer wieder geht der Blick aufs Handy oder auf einen Bildschirm, der Ergebnisse anzeigt.
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Die CDU Weyhe feiert im Leester Garten von Unternehmer Michael Quittek. Immer wieder geht der Blick aufs Handy oder auf einen Bildschirm, der Ergebnisse anzeigt.

Weyhe – Im künftigen Gemeinderat bleibt die SPD weiter die stärkste Kraft: 18.221 Stimmen entfallen auf die Sozialdemokraten (40,87 Prozent). Sie bekommen im nächsten Rat 15 Sitze. Zweitstärkste Kraft: die CDU. Die Christdemokraten erringen mit 11.680 Stimmen (26,20 Prozent) zehn Plätze. Die Grünen kommen mit 7743 Stimmen (17,37 Prozent) auf den dritten Platz und erhalten sieben Sitze.

Auf die FDP entfallen 3 959 Stimmen (8,88 Prozent). Die Liberalen bekommen drei Sitze. Die weitere Verteilung: 1 052 Stimmen für die PARTEI (2,36 Prozent), 822 Stimmen für Die Linke (1,84 Prozent) und 1 104 Stimmen für die Freien Wähler (2,48 Prozent). Sie bekommen jeweils einen Sitz im nächsten Rat.

Insgesamt 25 806 Wahlberechtigte waren in der Wesergemeinde aufgerufen, drei Kreuze zu setzen. Davon haben 15 385 Weyher Gebrauch gemacht – die Wahlbeteiligung lag bei 59,62 Prozent – eine Steigerung gegenüber 2016 um mehr als fünf Prozent.

SPD in Weyhe erneut stärkste Kraft

Die SPD habe das selbst gesteckte Ziel erreicht, ein Ergebnis von rund 40 Prozent zu erzielen, kommentiert Rainer Zottmann den Ausgang der Gemeinderatswahl: „Wir sind nach wie vor die bestimmende Kraft und können die gute Arbeit von Bürgermeister Frank Seidel weiter unterstützen“.

Feiern in der Tanzschule Reiners: Die Mitglieder der Weyher SPD, deren Freunde und Unterstützer.

Ob die SPD die aktuelle Anzahl der Sitze ausbauen kann, war in der Nacht noch nicht klar. Zottmann erklärt, dass das Rathaus die Stimmen genau ausrechnen müsse. Das Rathaus müsse sowohl eine Umstellung des Wahlsystems berücksichtigen, als auch die Tatsache einkalkulieren, dass mit den Linken und den Freien Wählern zwei weitere Parteien hinzukommen sind. „Wer nicht in den Rat kommt, den müsse die Partei auffangen und in die Parteiarbeit einbinden“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende. Spätestens in fünf Jahren würden einige der künftigen Ratsmitglieder aus Altersgründen nicht mehr antreten, dann müssten jüngere kandidieren. Die Stimmung bei der Wahlparty in der Tanzschule Nadine Reiners sei prächtig, so Zottmann. Die Partei trete als Einheit auf. Das sei ein wichtiger Faktor für den Erfolg, erklärt Zottmann. Ob seine Partei vom Bundestrend profitiere? Zottmann äußerte sich skeptisch. „Vor fünf Jahren haben wir im Gemeinderat gewonnen, im Bund waren wir schlechter“, so Zottmann.

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Siard Schulz, Vize-Vorsitzender der SPD, hofft, dass in den neuen Rat einige Jusos einziehen. Er und Pascal Seidel seien auf aussichtsreichen Listenplätzen. Lara Meyer sowie Lisa Jarmuth müssten laut Schulz ebenfalls einziehen, wenn die SPD wie 2016 17 Sitze halte.

Christdemokraten mit dem Ergebnis „sehr zufrieden“

Die Christdemokraten feiern ebenfalls. „Wir sind sehr zufrieden, das Ergebnis von 2016 zu halten“, sagt Janine Greulich, Vorsitzende der CDU. Das sei deshalb beachtlich, weil die CDU ihrer Ansicht nach Gegenwind durch den Bundestrend bekommen habe und Bewerber von zwei neuen Parteien um die 38 Mandate im Gemeinderat buhlen. Außerdem habe sich die Partei erst im Sommer völlig neu aufgestellt. Die Partei sei weiblicher und jünger geworden. Die Kandidaten hätten fachlich sehr viele Qualifikationen abgedeckt, seien allerdings nicht so bekannt. Ein engagierter Haustürwahlkampf hätte jedoch viele Wähler überzeugt: „Eine Gemeinderatswahl ist eine Personenwahl.“

Grünen-Chefin freut sich über weitere Sitze

Auch die Grünen zeigen sich zufrieden: „Von den Bestandsparteien sind wir die Einzigen, die dazugewonnen haben“, sagt Annika Bruck, Vorsitzende des Ortsverbands der Grünen. Wie hoch der Wert sein wird, wisse sie noch nicht, sagt sie in der Nacht. Minuten vor Mitternacht waren nicht alle Wahlbezirke ausgezählt. Wie bei der CDU sei für die Grünen der Bundestrend „eher schwierig“ gewesen, so Bruck. Dennoch hätte sich das Weyher Team behaupten können. Die Grünen freuen sich, im Wahlkampf keine Materialschlacht gemacht zu haben. Sie hätten erheblich wenig Plakate aufgestellt als andere Ratsparteien.

FDP verliert 129 Stimmen und muss einen Sitz abgeben

Die Liberalen verlieren gegenüber der letzten Wahl gerade mal 129 Stimmen und einen Sitz. Der FDP-Ortsverbandsvorsitzende Andreas Hinderks glaubt, auf die richtigen Themen gesetzt zu haben: Die Liberalen fordern für jeden Ortsteil eine Hundewiese.

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