Zweitägiger Siebdruck-Kurs im Weyher Jugendhaus „Trafo“

Wie kommt die Eidechse auf den Turnbeutel?

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Luca (vorn) mit Till Wörner und Kunstpädagogin Birgit Pomrenke. 

Kirchweyhe - Von Detlef Voges. Luca will wissen, was es mit dem Siebdruck auf sich hat. Aufmerksam beobachtet der Zehnjährige deshalb Birgit Pomrenke. Die Kunsttherapeutin und Kunstpädagogin aus Ottersberg leitet einen Siebdruck-Kurs im Jugendzentrum „Trafo“. Gestern war Einführungstag. Heute wird gedruckt.

Es mache ihm Spaß, sagt Luca auf die Frage, warum er an dem Kurs teilnimmt. Man merkt dem Zehnjährigen das Interesse an. Mit Argusaugen verfolgt er die Vorbereitungen durch die Kunstpädagogin. Luca hat Plastikhandschuhe an und eine Schürze um. Der Auftrag der Farbe auf das Sieb schließt das Klecksen nicht aus.

Das sogenannte Durchdruckverfahren hat es ohnehin in sich. „Die Kopierschicht ist sehr lichtempfindlich“, sagt Birgit Pomrenke und begründet damit den abgedunkelten Arbeitsraum. Trocknungsphase und Belichtung der späreren Motive sind weitere Schritte. Der Siebdruck ist ein Positiverfahren, das vielfältige Möglichkeiten der Gestaltung bereithält. Die zu druckenden Motive reichen von eigenen Zeichnungen bis hin zu Illustrationen oder Logos aus dem Internet. „Da gehört schon Mut dazu“, erklärt die Kunstpädagogin.

Luca, für den der Siebdruck eine Premiere ist, hat sich entschieden. „Ich nehme eine Eidechse“, betont er. Die Eidechse will er auf einen Turnbeutel drucken.

Der Zehnjährige ist übrigens nicht der einzige mit Interesse am Siebdruck. Auch die Jugendhausleiter Till Wörner, Lars Thyen und Mariam Behtouei schauen das Handwerken mit Farbe, Sieb und Gummirakel intensiv an und freuen sich mit über das Kreativangebot im Trafo.

Buntes Programm im ehemaligen Transformationshäuschen

Das ehemalige Transformationshäuschen der Bahn ist seit über 30 Jahren eine Jugendeinrichtung der Gemeinde. Heute mit drei „Mietern“. Unten tagt das Jugendhaus, im ersten Stock die Volkshochschule mit der Erwachsenbildung. Zudem nutzt auch die Jugendwerkstatt das große Gebäude.

Das Programm ist bunt. Die Jugendlichen und Kinder können zwischen offenem Bereich und Veranstaltungsangeboten wie dem Siebdruck-Kurs wählen. Billardtisch, Boxsack, Kickertisch und Tischtennisplatte laden zu sportlicher Tätigkeit ein. Wer möchte, kann sich auch im Internet tummeln.

Seit Sommer 2016 hat das Jugendhaus eine Bühne und damit eine Plattform für Konzerte oder Lesungen. „Live on stage“, unter diesem Motto treten Live-Bands auf.

„Open stage“ heißt ein weiteres Format – etwa für Theater, Zauberei oder Poesie-Darbietungen.

Die nächsten Aktionen im Trafo steigen am 18. April mit einer Ostereiersuche im Jugendhaus und einem Aerobic-Workshop am 19. April.

Und sonst? Das Betreuerteam bietet auch Kochen, Hausaufgabenhilfe und Bewerbungstraining an.

„Wir gehen auch auf die Wünsche unserer jugendlichen Besucher ein“, sagt Mariam Behtouei. Das Trio wüsste morgens manchmal nicht, was nachmittags passiere. „Das ist turbulent, aber auch spannend“, erklärt die Betreuerin.

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