Kommissarische Schulleiterin in Sorge: Was wird aus Förderzentrum?

„Wir brauchen ein Zuhause“

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Beate Reimer, kommissarische Schulleiterin des Förderschulzentrums an der Leester Heide, präsentiert Fotos von ihren Kollegen.

Weyhe - Von Anke Seidel. Nein. Die geplante Fusion der Förderschulen Lernen will Beate Reimer nicht kritisieren. „Wir wussten, dass das irgendwann kommt“, sagt die komissarische Schulleiterin der Förderschule an der Leester Heide. Sie sorgt sich aber sehr um die Zukunft des Förderzentrums, das ebenso in der Schule an der Leester Heide untergebracht und eng mit den Grundschulen sowie den Kooperativen Gesamtschulen in Stuhr und Weyhe verzahnt ist. 37 Förderschullehrer und pädagogische Mitarbeiterinnen gehören zum Team von Beate Reimer. Sie appelliert an alle Entscheidungsträger: „Wir brauchen ein Zuhause.“

Denn das Förderzentrum an der Leester Heide „ist fast schon ein großes Schulzentrum“, gibt die stellvertretende Schulleiterin zu bedenken. Dort werde seit mehr als 15 Jahren das organisiert und gelebt, was zum Standard in allen Schulen werden soll: Inklusion.

Denn in den Grundschulen in Stuhr und Weyhe würden die Förderschullehrer nicht nur präventiv arbeiten – sprich mit vorbeugender Unterstützung Förderbedarf verhindern. 54 Jungen und Mädchen in den Grundschulen profitieren demnach bereits von einer persönlichen Unterstützung der Förderschulkräfte, außerdem 46 in den Kooperativen Gesamtschulen. Sieben Kooperationsklassen sind zwar in den allgemeinbildenden Schulen angesiedelt, „aber sie werden verwaltungsmäßig und dienstrechtlich von uns versorgt“.

Aufgabe der Förderschulkräfte sei es auch, etwaigen Unterstützungebedarf bei Schülern festzustellen. Das jeweilige Antragsverfahren koordiniert und begleitet Beate Reimer.

Ebenso eng wie das Förderzentrum Leester Heide mit der Schullandschaft von Stuhr und Weyhe (mehr als 60000 Einwohner) verzahnt ist, arbeitet das Förderzentrum der Hacheschule Syke mit den allgemeinbildenden Schulen in der Stadt zusammen. „Zusammen wären wir mehr als 80 Förderschullehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter“, rechnet Beate Reimer vor – und fragt sich, wo alle an einem Standort untergebracht werden sollen und wie die Arbeit in insgesamt drei Kommunen (zusammen rund 85000 Einwohner) mit ihren unterschiedlichen Schullandschaften realisiert werden soll. Offen sei zurzeit die Frage, „wer das alles organisiert und managt“. Diese Strukturen müsse das Land vorgeben.

Weil das Förderzentrum an der Leester Heide für die Schulen in Stuhr und Weyhe eine feste Größe sei, kann sich Beate Reimer folgende Lösung vorstellen: Den Verwaltungstrakt an der Leester Heide belassen, von der Schule abtrennen (baulich sei das kein Problem) und die dann leerstehende Schule anderweitig nutzen.

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