SPD fordert einen Masterplan

Für Klima und Umwelt: Ratsherr Rudolf Dyk (FWG) schlägt Stabsstelle für Weyhe vor

Die Hache und ihre Uferrandstreifen.
+
Die Hache und ihre Uferrandstreifen.

Weyhe – Die Sorge um das Klima und um die Umwelt teilen alle Parteien im Weyher Rat. Die Mandatsträger möchten, dass dies mehr Raum in der politischen Arbeit einnehmen muss. Sie sind aber geteilter Meinung, wie sich dieses Ziel erreichen lässt. Das wurde bereits auf der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates deutlich.

Die Grünen schlugen vor, dass die promovierte Biologin und Mandatsträgerin Ulrike Buck dritte Vize-Bürgermeisterin wird, um die Gemeinde zum Beispiel speziell bei Veranstaltungen zum Thema Umwelt und Klima stärker zu repräsentieren. Doch die Mehrheit – mit Stimmen der SPD und CDU – lehnten dies ab. Es gebe andere Wege, hieß es. Welche Vorstellungen haben die Parteien?

Die SPD beantwortete die Anfrage dieser Zeitung mit der Übersendung ihres Antrags zum Thema. Die Sozialdemokraten möchten, dass die Gemeinde das in den Jahren 2010 bis 2012 erarbeitete Klimaschutzkonzept für Stuhr und Weyhe evaluiert, so der Fraktionsvorsitzende Rainer Zottmann. Aus den Ergebnissen dieser Evaluation und mittlerweile hinzugewonnenen Erkenntnissen soll ein Masterplan für den kommunalen Klimaschutz in Weyhe aufgestellt werden. Die Aufgabe soll in der Arbeitsgemeinschaft Klima, die im Frühsommer beschlossen wurde, mit Unterstützung eines externen Fachbüros durchgeführt werden.

Arbeitslast in der Verwaltung gerecht werden

Um der Arbeitslast in der Verwaltung gerecht zu werden, möchte die SPD-Fraktion im Rahmen der Haushaltsberatungen die Funktionsstelle „kommunaler Klimaschutzbeauftragter“ ansiedeln und entsprechende Haushaltsmittel bereitstellen und eine Funktion im Stellenplan ausweisen. Bei dieser Gelegenheit soll geprüft werden, ob dafür Fördermittel eingeworben werden könnten.

Der kommunale Masterplan, so erklärt es Rainer Zottmann, soll „konkrete und zielgerichtete Maßnahmen aufzeigen, deren Umsetzung nach politischer Beschlussfassung in den Ratsgremien unverzüglich erfolgen soll. Klimaschutz ist einerseits in der heutigen Zeit Chefsache und andererseits eine über die in der Gemeinde vorhandenen Fachbereiche hinaus wahrzunehmende Aufgabe“.

Vetorecht bei entgegenlaufenden Projekten

Bislang gibt es mit Ulf Panten einen Umweltbeauftragten, der im Fachbereich Gemeindeentwicklung und Umwelt angesiedelt ist. Rudolf Dyk von der Freien Wählergemeinschaft Weyhe (FWG) und von der Gruppe FWG/Die PARTEI/Die Linke schlägt vor, eine Stabsstelle einzurichten. Mehr noch: Es müsste sogar ein Vetorecht bei entgegenlaufenden Projekten geben. „Dies bedarf eines Antrags an die Gemeinde“, so Dyk.

Für Andreas Hinderks von der FDP sei es entscheidend, dass die Bürger „bei vernünftigen Klimaprojekten mitgenommen werden und sich die Gemeinde vorbildlich verhält“. Das gelinge am besten mit rationalen und nachvollziehbaren Projekten „und weniger mit Stabsstellen oder Showveranstaltungen.“ Von der Einrichtung einer Stabstelle zum Thema Umwelt halte der Liberale nicht viel: „Mehr Posten und mehr Bürokratie werden den Klimawandel nicht stoppen. Es wurde sogar der Klimanotstand ausgerufen. Man möchte meinen, dass dieser auch gelebt wird. Doch das ist nicht der Fall“, so Hinderks.

Die Weyher CDU-Fraktion hat die Presseanfrage dieser Zeitung nicht beantwortet. Der Fraktionsvorsitzende Claus-Peter Wessel will die Vorstellungen der Christdemokraten in den politischen Gremien besprechen, teilt er auf Nachfrage mit.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Drei Schließungen in der Diepholzer Innenstadt

Drei Schließungen in der Diepholzer Innenstadt

Drei Schließungen in der Diepholzer Innenstadt
Schleifstaub gerät frühmorgens in Brand

Schleifstaub gerät frühmorgens in Brand

Schleifstaub gerät frühmorgens in Brand
Pressewart, Wettbewerber und Schiedsrichter: Cord Brinker scheidet nach 47 Jahren aus dem Feuerwehrdienst aus

Pressewart, Wettbewerber und Schiedsrichter: Cord Brinker scheidet nach 47 Jahren aus dem Feuerwehrdienst aus

Pressewart, Wettbewerber und Schiedsrichter: Cord Brinker scheidet nach 47 Jahren aus dem Feuerwehrdienst aus
Weg zur KGS soll sicherer werden

Weg zur KGS soll sicherer werden

Weg zur KGS soll sicherer werden

Kommentare