Klub ehrt seine erfolgreichen Mitglieder

Kirchweyher erobern die Schach-Liga

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Der Schachklub Kirchweyhe lässt es sich nicht nehmen, seine Mitglieder zu ehren.

Kirchweyhe - Von Siard Schulz. Einmal in der aktiven Sportlerkarriere Meister werden – was für Viele nur ein Traum bleibt, ist dem Schachklub (SK) Kirchweyhe jetzt gleich zweifach geglückt. Auf der Abschlussfeier am Sonntag haben die Vereinsmitglieder die abgelaufene Saison Revue passieren lassen. Alle Spieler erhielten Urkunden und Auszeichnungen für ihr Mitwirken.

Besonders die erste Mannschaft des SK Kirchweyhe dominierte die eigene Liga. So fuhr das Team zum Beispiel alle möglichen 18 Punkte ein. Aufstieg und Meistertitel seien damit perfekt. Das liege vor allem an den vier Schach-Großmeistern im Team. „Zwei von ihnen sind Nationalspieler und haben sogar an der Schacholympiade teilgenommen“, erklärt der erste Vorsitzende, Peter Orantek. „Man kann sich das ähnlich wie bei Fußballprofis vorstellen. Die machen den ganzen Tag nichts anderes als zu trainieren. Es ist ihr Beruf“, fügt Orantek hinzu.

Allerdings seien die Verdienstmöglichkeiten deutlich schlechter als beim Spiel mit dem runden Leder. „Deshalb sind unsere Großmeister nicht nur bei uns Mitglied, sondern in verschiedenen Vereinen und unterschiedlichen Ländern organisiert, damit sie davon leben können“, erklärt er. Am Sonntag jedenfalls feierten sie mit dem SK Kirchweyhe ihre Erfolge und boten Jugendförderung an. Dabei konnten die Sprösslinge im Verein mit den Großmeistern im Einzeltraining ihr Können unter Beweis stellen und von ihnen lernen.

Weniger professionell als die erste Mannschaft, aber genauso erfolgreich zeigte sich die zweite Vertretung des Schachklubs. Mit 15 Punkten wurden sie souverän Ligameister und spielen in der kommenden Saison in der B-Klasse.

Statistik verdeutlicht Dominanz

Dass der Verein in der Saison seines 70-jährigen Bestehens beide Ligen derart dominiert, zeigt sich auch in der Statistik der besten zehn Spieler der Saison aus dem gesamten Landesschachbund Bremen. Dort sind gleich sieben Kirchweyher vertreten.

Mit dieser Leistung und dem damit verbundenen Aufstieg werde seit langer Zeit endlich ein Verein aus der Region überregional bekannt. Im Deutschlandpokal befindet er sich aktuell unter den 32 besten Teams.

Doch der Verein kann sich nicht nur aus rein sportlicher Sicht auf die Schulter klopfen. Besonders bei der Integration von Geflüchteten engagiert sich der SK sehr. Auf der Saisonabschlussfeier wurde daher auch eine anwesende Familie aus Albanien geehrt. „Ibrahim Mellugja tritt für die zweite Mannschaft an und hatte einen Anteil am Aufstieg der zweiten Delegation von der C-Klasse in die B-Klasse“, sagt Orantek. Dessen 13 Jahre alter Sohn Ulisian spielt für die Jugendlichen und zählt zu den Jüngsten im Verein.

Allerdings werden die Geflüchteten nicht nur sportlich eingebunden. Der Verein hat sich auch um geeignete Ausbildungs- und Arbeitsstellen gekümmert. Das sei gar nicht so leicht gewesen, resümiert der 65-Jährige. „Schlussendlich funktionierte es bei einem Heim für Senioren und Schwerbehinderte“, freut sich Orantek. Hoffnung gibt es auch bei Werder Bremen. „Gerade sind wir dabei, einen Job beim Sicherheitspersonal zu vermitteln.“ Sollte dieses dem Verein auch noch gelingen, wäre diese Saison wohl in jeder Hinsicht nicht mehr zu übertreffen.

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