DRK Kirchweyhe startet zum sechsten Mal die Wunschbaumaktion

„Kein Kind ohne Geschenk“

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Waltraud Wittrock, Werner Wittrock und Inge Wöbse (v.r.n.l.) wollen wieder Kinder an Heilig-abend glücklich machen.

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Der Kirchweyher Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes setzt seine Aktion Weihnachtswunschbaum fort. An diesem Baum, der in der Kreissparkasse Kirchweyhe aufgestellt wird, hängen zum sechsten Mal Karten von Weyher Mädchen und Jungen, deren Eltern es finanziell schwerfällt, ihre Kinder zum Weihnachtsfest zu beschenken. Die Idee hatten die Helfer um Vorsitzende Ingrid Söfty, Vizevorsitzende Waltraud Wittrock sowie die Beisitzer Inge Wöbse und Werner Wittrock im Jahr 2010 erstmals aufgegriffen und in der Adventszeit umgesetzt.

Die DRK-Helfer wollen am Sonnabend, 28. November, im Foyer des Kreditinstituts im Rahmen einer Feierstunde bei Kaffee und Kuchen und unter musikalischer Begleitung des Männerchors Bürger animieren, die Karten abzunehmen, um die Wünsche der Mädchen und Jungen zu erfüllen. Beginn ist um 15 Uhr.

Das Team hat die Wunschkarten bereits gleich nach den Herbstferien beispielsweise in den Kindergärten verteilt. Einige Karten hält Söfty in ihren Händen. Was die Kinder derzeit möchten? Farbige Knete, Bekleidung, Spiele zu den Themen Feuerwehr und Bauernhof sowie ein Flugzeug.

Die DRK-Vorsitzende weist darauf hin, dass die Karten bis übermorgen ausgefüllt bei den Ausgabestellen zurückgegeben werden müssen. Es erfordert eine enorme Logistik, erklärt sie. „Der Ortsverband will die Anonymität wahren. Namen und Adressen werden nicht veröffentlicht“, verspricht Söfty. Deshalb will der Ortsverein eine Art Duplikat erstellen, auf dem lediglich der Vorname, das Alter, das Geschlecht und der Wunsch zu lesen ist. „Wir hatten die Kinder gebeten, einen Wunsch zu äußern, der 20 Euro an Kosten nicht übersteigen sollte“, so Söfty. Sie und ihre Helfer überprüfen auch nicht die finanziellen Verhältnisse. „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“, sagt sie und meint, dass die finanzielle Lage hinter den Kulissen anders sein kann, als es nach außen scheint. „Ich habe noch nie gehört, dass ein ehrenamtlicher Zusteller zurückgekommen ist und das Gefühl hatte, dass etwas nicht stimmt. Wir setzen auf Vertrauen.“

Einige Familien aber auch viele Alleinerziehende hätten es nicht leicht, zeigt Waltraud Wittrock viel Verständnis für manche persönliche Situation. Inge Wöbse merkt an, dass die Hemmschwelle durchbrochen sei. Das belegen steigende Zahlen. Hat das DRK Kirchweyhe 2010 noch 130 Kinder beschenkt, waren es im vergangenen Jahr bereits 160. Das Team hofft, dass auch Kinder von Flüchtlingsfamilien ihre Wünsche angeben. Um die Aktion reibungslos abzuwickeln, kann der Vorstand auf mehr als 20 Helfer zählen. Sie schwärmen am Sonnabend, 19. Dezember, in der Zeit zwischen 9 und 17 Uhr in alle Ortsteile aus und bringen die Pakete persönlich zu den einzelnen Familien.

Wer also die Karte vom Wunschbaum nimmt, sollte sein Paket bis Dienstag, 15. Dezember, in der Aktionszentrale bei Familie Söfty (Heidfeldweg 20) oder im benachbarten Salon „Volumen“ abgeben. „Wer es nicht rechtzeitig schafft, ruft an. Notfalls springt auch das DRK ein. Kein Kind soll Weihnachten ohne ein Geschenk verbringen.“ Der Lohn für die Anstrengungen? „Es gibt schöne Rückmeldungen“, berichten Waltraud Wittrock und Inge Wöbse. Auch Söfty bekommt glasige Augen. Sie erzählt von einer regnerischen Weihnachtsnacht. „Plötzlich stand Mutter mit ihren zwei Kindern vor der Tür. Sie waren mit ihren Rädern gekommen. Die Kinder haben sich persönlich für ihre Funkgeräte bedankt.“

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