Konzert verzückt Gäste in der Felicianuskirche

Gospel mit Al-Yasha Anderson: Wenn der Glückspegel zu bersten droht

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Halleluja: Al-Yasha Anderson begeistert in Kirchweyhe.

Kirchweyhe - Von Angelika Kratz. Mit dem „Song of Joy“, dem Lied von der Freude, und einem „This little Light“, dem Licht im Herzen, eröffnete der Gospelchor Weyhe am Freitag ein temperamentvolles „Gute-Laune-Konzert“ in der Felicianuskirche. Das war mit einem altersmäßig ganz bunt gemischten Publikum überaus gut besucht und bot den 29 Gospelsängerinnen und -sängern unter Leitung von Elisabeth Geppert den passenden Rahmen.

Wieder mit dabei war die amerikanische Jazz- und Soulsängerin Al-Yasha Anderson, die mit großem Applaus begrüßt wurde – fast wie eine alte Freundin. Musikalisch begleitet wurde das gut zweistündige Gospelkonzert von der Band mit Dagmar Ludwig (Saxofon), Jörn Peeck (Schlagzeug), Michael Haupt (Bass) und Benny Grenz (Klavier).

Pastorin Gisela Freese war die Vorfreude auf das kommende Programm anzumerken, und ihr ging es damit wie den Gästen in den Kirchenbänken. Viele Kerzen brannten in den Kirchenfenstern, als der Chor mit seinen schwarzen Gewändern und den leuchtend roten Tüchern im Altarraum Aufstellung nahm. „Good Day“, „Shine on me“ und ein Abendgebet mit unter die Haut gehendem Saxofonspiel brachten die erste leichte Bewegungswoge ins Publikum.

„Guten Abend, ich freue mich, hier zu singen“, ging Al-Yasha Anderson in ihrem schicken Glitzer-Outfit direkt zum Publikum, war greifbar nahe, so wie es sich für authentischen Gospel gehört. „Gott liebt mich“ und ein ebenso überzeugendes „Halleluja“ erfüllten mit Al-Yasha Andersons herrlicher Stimme das Gotteshaus. Bei ihren Soloeinlagen nahm der Chor zu einem Teil am Rande Platz, der andere Teil wurde zum Background-Chor.

Beim Gesang des Gospelchors wird den Gästen regelrecht warm ums Herz.

Warm ums Herz wurde es auch dem Letzten in einem ohnehin sehr gut geheizten Gotteshaus beim gemeinsamen Lied „Down by the Riverside“. Im Stehen wurde gesungen und geklatscht, und der allgemeine Glückspegel stieg weiter nach oben. „Right together, Step together“ kamen nicht nur die Hände, sondern auch die Füße in Bewegung. Es wurde geschnippt und in die Knie gegangen. Al-Yasha Anderson erwies sich als beste Animateurin.

Etwas ungewohnt dann die sechsteilige Kyrie-Messe, bei der es einigen Zuhörern anfangs schwerfiel, die in Fahrt gekommenen Hände still zu halten. Mal mit Solistin, mal nur der Chor, ergab sich ein ganz besonderes Klangbild mit Glaubensbekenntnis. Die Liebe zu Gott war Inhalt aller Lieder.

Gepaart mit körperlichem Einsatz bezeugten die Stimmen, dass Gospels keine bestimmte Hautfarbe brauchen, sondern die innere Einstellung, um ehrlich zu klingen. Ein „Vater unser“ aus Afrika folgte mit Trommeleinsatz, sollte aber noch kein Ende des gelungenen Konzertes sein. So gab es die vehement geforderten Zugaben, bevor die Lichter in der Kirche ausgingen.

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