Ensemble 360-Grad-Performance feiert mit „Agathe und ich“ erfolgreiche Premiere

Auf das richtige Stück gesetzt

Tobias Hübner (l., verkleidet als Mutter) stiftet Verwirrung bei der Aussprache zwischen der Schauspielerin Maya Recknagel (Bastienne Schöning) und Klara Kästner (Dominik Brunke). - Foto: Goldschmidt

Kirchweyhe - Von Uwe Goldschmidt. Die zweite gelungene Premiere haben die jungen Akteure des 360-Grad-Performance Ensembles auf die Bühne gebracht. Präsentierten sie schon vor zwei Wochen das Musical „Sixties an Bord“ in der Aula der KGS Kirchweyhe, war es am vergangenen Freitag die Komödie „Agathe und ich“ aus der Feder von Frank Pinkus, die den Zuschauern vor Lachen Tränen in die Augen trieb.

Für Männer in Frauenkleidern und Stöckelschuhen gibt es mit „Charlys Tante“ oder „Manche mögen‘s heiß“ berühmte Vorbilder. Doch unter der Regie von Marco Langer gelang eine neue, witzige Umsetzung dieses turbulenten Themas, ohne dass es zu einer Klamotte geriet.

In dem Theaterstück hat der erfolglose Journalist Klaas Kästner (Dominik Brunke) die Nase voll von Frauen. Seine große Liebe hat ihn nämlich verlassen. Sein Bruder Falk (Tobias Hübner) hat zwar auch kein Glück beim anderen Geschlecht, aber den rettenden Einfall, seinen Bruder einen Artikel für die Frauenzeitschrift „Agathe“ unter dem weiblichen Pseudonym „Klara“ schreiben zu lassen. Gesagt getan, der Trick klappt. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass der Chefredakteur David Posselt (Jonas Lewandowski) wahrlich keine Intelligenzbestie ist und sich dem Willen seiner telefonisch immer präsenten alten Mutter beugen muss.

Alles wäre so einfach, wenn der Chefredakteur Klara nicht persönlich kennenlernen wollte. An dieser Stelle muss sich Klaas in die dunkelhaarige, langbeinige Klara verwandeln und die Turbulenzen nehmen ihren Lauf.

Aus dem Fundus der zurückgelassen Kleider der Ex-Frauen müssen zunächst die passenden Stücke herausgefunden werden. Zu herzhaften Lachanfällen kommt es besonders unter den weiblichen Premierengästen, als sich der nun erfolgreiche Autor ungeschickt und mit allerhand Akrobatik in die Strumpfhosen quetscht und versucht, die Luft im angelegten BH mit Südfruchten und Melonen zu verdrängen . Während der Anprobe stellen sein Bruder und Klaas zufrieden fest, dass er mehr der „Orangentyp“ ist. Zusätzliche Komplikationen ergeben sich, als Klaas den Auftrag erhält, die etwas schwierige Schauspielerin Maya Recknagel (Bastienne Schöning) vier Wochen zu begleiten und einen Artikel über sie zu schreiben. Maya hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und derzeit mit Männern nicht viel im Sinn. Von da an nimmt die Komödie in einer abwechslungsreichen Mischung von Komik und Gefühl seinen Lauf: Maya und Chefredakteur Posselt sehen sich mit völlig neuen romantischen Gefühlen konfrontiert und plötzlich kommt auch noch die angeblich taube und im Rollstuhl sitzende Mutter (ebenfalls Tobias Hübner) der beiden Brüder ins Spiel und sorgt für weitere Verwirrung.

Thomas Kühz gelang es, das Bühnenbild gekonnt in Szene zu setzten, so dass drei Schauplätze (Büro, Wohnzimmer und ein Freiraum) auf engem Raum durch ausgeklügelte Beleuchtung bespielt werden konnten. Die jungen Theatermacher hatten mit der Komödie des Weyher Dramaturgen Frank Pinkus auf das richtige Stück gesetzt und sorgten mit ihrem beherzten Spiel bei den Besuchern immer wieder für Beanspruchung der Lachmuskeln und spontanen Applaus.

Weitere Vorstellungen sind im Forum der KGS Kirchweyhe am 15. und 29. September jeweils um 20 Uhr vorgesehen.

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