Kirchweyhe: Chor und Musiker der Sinfonietta Oldenburg begeistern in Felicianus-Kirche

„Verleih‘ uns Frieden gnädiglich“: Eine Bitte in unruhigen Zeiten

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Die Sänger und Musiker überzeugten die Besucher des Konzertes in der Felicianus-Kirche mit nachdenklich stimmenden Stücken.

Kirchweyhe - Von Angelika Kratz. Frieden in unruhigen Zeiten sowie Balsam für die Seele: Die zahlreichen Besucher des jüngsten Konzertes in der Felicianus-Kirche erlebten am Sonntag eine besinnliche und bisweilen nachdenkliche Stimmung, die die rund 60 Sänger und die Musiker der Sinfonietta Oldenburg mit ihrer Kunst erzeugten.

Der Chor hatte unter Leitung von Elisabeth Geppert ein romantisches Programm mit Kirchenmusik erarbeitet, das die Besucher offenbar überzeugte.

Pastor Karsten Damm-Wagnitz begrüßte die Gäste und bat: „Verleih‘ mir Frieden gnädiglich“, nach einem Gebet von Martin Luther aus dem Jahr 1529. Die von Felix Mendelssohn Bartholdy umgearbeiteten Zeilen für eine Kantate waren auch am Sonntag relevant: Im Publikum saßen auf Einladung der Gemeinde einige Flüchtlinge, und der jüngste Terroranschlag in Ankara war sicher etlichen Besuchern des Konzerts präsent. Damm-Wagnitz führte der Gemeinde zudem die aktuellen Konflikte um Flüchtlinge vor Augen. „Lassen Sie uns daran denken, wenn wir die Musik hören“, rief er das Publikum auf.

Sehr gut

besuchtes Konzert

Der Chor stimmte daraufhin in der mit Kerzen ausgeleuchteten Kirche das Stück „Hör‘ mein Bitten“ von Felix Mendelssohn Bartholdy an. Sopranistin Henrike Henoch setzte Chor und Orchester mit wunderschöner, sicherer Stimme die Glanzpunkte auf. „Verleih‘ uns Frieden gnädiglich“ für Chor und Orchester folgte als kurzer Programmpunkt, der aber viel Beachtung fand.

Im Anschluss lauschten die Besucher Franz Schuberts Sinfonie in h-Moll, der „Unvollendeten“. Die beiden Sätze sorgten schließlich dafür, dass die tagespolitischen Probleme etwas in den Hintergrund rückten. Musiker und Chor führten mit Schuberts heiterer und gelassen wirkender Messe in B-Dur das begeisterte Publikum durch das restliche Konzert.

Das bereicherten neben Sopranistin Henrike Henoch Kerstin Stöcker (Alt), Clemens C. Löschmann (Tenor) und Gotthold Schwarz (Bass). Kantorei, Solisten und Orchester unter der Gesamtleitung von Elisabeth Geppert harmonierten und überzeugten unter anderem Beate und Reinhard Buchhorn. Das Ehepaar aus Leverkusen ist regelmäßig zu Gast in Weyhe und schwärmte: „Das ist toll, was hier geboten wird.“

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