Leifeld zieht Bilanz

Kindernothilfe: In zwölf Jahren 200.000 Euro eingenommen

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Ein Ordner dokumentiert, welche Aktion sich das Helferteam um Hannelore Leifeld für die Kindernothilfe ausgedacht hat.

Kirchweyhe - Von Sigi Schritt. Die Welt ein Stückchen besser zu machen – nichts Geringeres ist das Anliegen der Kindernothilfe. Die Kirchweyherin Hannelore Leifeld unterstützt diese Organisation seit mehr als zwölf Jahren mit ihrer Schaffenskraft.

Die 72-Jährige ist für das christliche Hilfswerk, das sich für Not leidende Kinder in 31 Ländern Asiens, Afrikas, Osteuropas und Lateinamerikas einsetzt, das Gesicht des Weyher Arbeitskreises. Sie hört aus privaten Gründen auf, deshalb legt sie am Wochenende die Geschicke der Gruppe offiziell in andere Hände: Ihr Nachfolger, Dirk Balters, will die Sprecherin des Arbeitskreises am Sonntag, im Rahmen des Bücherflohmarktes im Gemeindehaus am Kleiberweg (14 bis 16.30 Uhr) verabschieden.

Leifeld ist froh, mit dem Schulleiter der Freien Evangelischen Bekenntnisschule einen ebenfalls ideenreichen Nachfolger gefunden zu haben. Ihm und seiner Frau Antje sei es zu verdanken, dass dieser Kreis vor einem Jahr nicht eingestampft worden ist. Das wäre ihr schwergefallen, so Leifeld, denn die Weyherin hatte den Arbeitskreis nach einem Besuch des Evangelischen Kirchentags in Hannover im Jahr 2005 ins Leben gerufen. Auch wenn Leifeld für die vielen Erfolge weder gelobt werden möchte, noch scharf auf eine Auszeichnung ist, kann sich die Bilanz ihrer Gruppe sehen lassen. Mit den vielen Aktion haben die Weyher einen Gesamtbetrag von mehr als 200.000 Euro „eingenommen“ und damit viele Hilfsprojekte unterstützt.

„Wir waren von Anfang an eine gute Truppe“, erinnert sich die ehemalige Geschäftsfrau. Der Erfolg habe nämlich viele Gesichter, erklärt sie und nennt Beispiele.

Der Arbeitskreis initiierte in Weyhe im Jahr 2007 ein „großes Patentreffen“. Es folgte 2008 eine Veranstaltung zum Weltkindertag, für die Vereine und Schulen ihren Beitrag geleistet hatten.

Viel Geld auf einen Schlag brachte der Lesemarathon mit der Eröffnungsfeier im Weyher Theater, erinnerte sich Leifeld. „Insgesamt kam ein Betrag von 12.000 Euro zusammen.“

Public-Viewing lässt Kasse klingeln

Aber auch die zahlreichen Public-Viewing-Zusammenkünfte anlässlich der Fußballeuropa- und Weltmeisterschaften sorgten beim Getränke- und Würstchenverkauf für ein Klingen der Kasse. Ob bei den Rosenfesten vom Dididoktor oder bei den Schautagen der Blumenmanufaktur von Diana Christen – die Stände der Kindernothilfe in Weyhe waren stets umlagert.

Die Kindernothilfe organisierte Lesungen beispielsweise mit dem Bremer Alt-Bürgermeister Henning Scherf, mit der Chefredakteurin von Chrismon und evangelisch.de, Ursula Ott, und mit der ehemaligen Ordensschwester Majella Lenzen. „Diese baute ein Aidszentrum auf und verteilte Kondome an Prostituierte. Dies führte 1994 zur Entbindung von den Ordensgelübden.“

Über die Grenzen Weyhes hinaus hatte sich der Arbeitskreis einen Namen mit der Aktion „15 Minuten Advent“ gemacht, bei dem Interessenten für einen Betrag von zwei Euro eine Art Wunderbeutel gekauft haben, in der sowohl eine anrührende Weihnachtsgeschichte als auch eine Kerze, ein Teebeutel, Gebäck und Zucker zu finden waren.

Waren es im Jahr 2006 nur 200 Tüten, musste ein Jahr später dafür bereits ein ganzes Helferteam eine Manufaktur eröffnen. Der Arbeitskreis hatte bis zu 4000 Stück gefertigt – und veräußert. Bücherspenden und der Verkauf von sortierten Schmökern ist bis heute ein weiteres finanzielles Standbein.

Für Aufsehen in der Duisburger Zentrale hatte der erste Werder-Fan-Charity-Day gesorgt. Denn zugunsten der Kindernothilfe hatte ein Freundeskreis ein neues Format rund um Fußball entwickelt – und in einem Syker Restaurant mit Bundesligakickern einen Familientag organisiert. Der Werder-Bremen-Truck und die Flaggen der Kindernothilfe begrüßten die Besucher.

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