Kinder lassen sich für Ferienspaßangebote vormerken – und nehmen dafür stundenlanges Warten in Kauf

Der frühe Vogel fährt in den Tierpark

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Celine, Sophia und Vanessa freuen sich schon auf die Ferien und die Ferienkisten-Angebote.

Weyhe - Auf die Ferienspaß-Fahrt in den Serengetipark sind der neunjährige Paul und sein Kumpel Kierat (10) besonders heiß: Denn für die Anmeldung im Rahmen der Ferienpassausgabe am Sonnabendnachmittag in der Mehrzweckhalle hatten sich die Jungs schon vier (!) Stunden vorher angestellt. Auch wollen sie gerne mal in der Felicianuskirche übernachten.

Etwas später gesellten sich die elfjährigen Melina, Janne und Lara zu ihnen, die am DLRG-Schnuppertauchen teilnehmen wollen. Geduldig warteten sie und erlebten mit, wie die Warteschlange vor der Mehrzweckhalle länger und länger wurde, bis sie schließlich bis weit über den Parkplatz fast bis zum Eingang des Rathauses reichte.

Für die fünf Kinder gab es einen handfesten Grund, möglichst weit vorne zu stehen, denn bei ihren Wunschangeboten war die Teilnehmerzahl begrenzt.

Als dann endlich um 15 Uhr die Tür geöffnet wurde, stürmten die Kinder in die Halle. An den Tischen auf der gegenüber liegenden Seite saßen die Vertreter der Vereine und Verbände, der Kirchen, der Betriebe und der Polizei, um die Anmeldungen entgegenzunehmen und Namen und Adressen der Kinder in die Teilnehmerliste oder in eine Warteliste einzutragen.

Jedes Kind fand in der Broschüre der Ferienkiste eine Beschreibung aller 40 Angebote und konnte daraus fünf Angebote auswählen. Dabei wussten die „alten Hasen“, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können. Daher hatten sie sich auch schon Ersatzveranstaltungen vorgemerkt. Sie gingen sehr strategisch vor und stellten sich zunächst dort an, wo die Teilnehmerzahl am geringsten war. Für die anderen Termine konnten sie sich danach anmelden.

Daher bildeten sich vor den Tischen unterschiedlich lange Warteschlangen. Die Fahrten in den Serengeti-Park, zu den Karl-May-Festspielen Bad Segeberg sowie nach Hamburg waren am begehrtesten, aber auch Besuche auf dem Bauernhof bei Brigitte und Gerd Brüning, bei der Polizei und bei den Segelvereinen waren sehr nachgefragt.

Es gab enttäuschte Gesichter, wenn eine Veranstaltung ausgebucht war, es gab aber viel mehr strahlende Kinder, weil sie sich jetzt auf ihre Wünsche freuen können. Dazu zählte Elina, die nach zehn Minuten schon für drei ihrer Wünsche eine Zusage erhalten hatte. Glücklich waren auch Ben und Tom Guthoff, die alle fünf Favoriten besuchen dürfen.

Für Weyhes Jugendpfleger Günter Meyer war es die letzte Ferienkiste, die er organisiert, denn er verabschiedet sich im Spätherbst in den Ruhestand. Dies teilte er den Vertretern der Vereine vor der Öffnung der Hallentür mit und durfte sich über den großen Beifall für die jahrelang geleistete Arbeit freuen.

bt

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