Gemeinde stellt Programm der Ferienkiste vor / Anmeldungen ab heute möglich

Kinder dürfen in die bunte Kiste greifen

Freuen sich auf die 45. Weyher Ferienkiste: Vanessa Nagel vom Judo-Club, Medienpädagogin Brigitta Wortmann, Veranstaltungstechniker Marco Langer, Bürgermeister Frank Seidel und Gemeindejugendpfleger Carsten Platt (v.l.).  
Foto: terrasi
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Freuen sich auf die 45. Weyher Ferienkiste: Vanessa Nagel vom Judo-Club, Medienpädagogin Brigitta Wortmann, Veranstaltungstechniker Marco Langer, Bürgermeister Frank Seidel und Gemeindejugendpfleger Carsten Platt (v.l.). Foto: terrasi

Weyhe – Einmal in einem Sketch mitspielen, die Lieblingspizza backen oder andere Teilnehmer verzaubern? All das ist Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis 14 Jahren möglich, denn die Weyher Ferienkiste startet in die nächste Runde. Und das schon zum 45. Mal. „Uns war es ein großes Anliegen, den Kindern in Zeiten von Corona etwas auf die Beine zu stellen. Auch für sie ist es im Moment keine leichte Zeit. Der Alltag ist aus den Fugen geraten, das ist für Kinder besonders schwierig“, betont Gemeindejugendpfleger Carsten Platt.

Auf rund 40 Angebote können sich die Kinder in diesem Jahr freuen. „Das Programm fällt etwas schlanker aus als in den Jahren zuvor“, sagt Pressesprecher Sebastian Kelm. 2019 waren es doppelt so viele Angebote. Auch die Zahl der Plätze hat sich deutlich reduziert: 300 Ferienkiste-Plätze werden in diesem Jahr angeboten. „Die Planung war in diesem Jahr auch nicht ganz einfach. Teilweise waren die Veranstalter etwas zögerlich“, so Platt. Entweder weil sie zur Risikogruppe gehören oder weil sie die Befürchtung hatten, im Haus den vorgegebenen Abstand nicht einhalten zu können. „Deswegen sind wir sehr froh, dass etliche Veranstalter das machen“, so Platte. Insgesamt sind es 14. „Ein großes Dankeschön geht an alle Veranstalterinnen und Veranstalter, dass die Ferienkiste stattfinden kann“, betont Platt.

Die Gruppengrößen sind auf acht Teilnehmer reduziert. Ausflüge mit großen Gruppen werden also nicht angeboten: „Wir verzichten in diesem Jahr aus Ausflüge mit dem Bus“, sagt Platt. Daher müssen die Fahrt zu den Karl-May-Festspielen nach Bad Segeberg sowie der Besuch in den Serengeti Park ausfallen. „Das heißt leider auch keine Hombachlust. Aber das holen wir alles nächstes Jahr nach“, sagt der Jugendpfleger.

Anmeldungen sind online möglich. Das habe sich in der Vergangenheit bewährt. „Wir versuchen, dass jedes Kind eine Aktion bekommt. Letztes Jahr waren es mehr Kinder, als es Plätze gab. Es kann also sein, dass Kinder leer ausgehen. Aber wir schauen, was möglich ist“, sagt Platt zuversichtlich. Eine Torwand-Challenge macht am 17. Juli den Anfang.

Veranstaltungstechniker Marco Langer bietet an drei verschiedenen Terminen einen Theaterworkshop mit zwei Schauspielern an. „Wir hatten Anfang des Jahres schon die Idee, eine Jugendgruppe aufzustellen, aber dann kam Corona“, erzählt er. So sei er auf die Idee gekommen, sich mit dem Angebot an der Ferienkiste zu beteiligen. „Wir geben den Kindern eine Einführung in die Thematik Theater, machen szenische Spiele, und dann kommen kleine Sketche dazu“, verrät Langer.

Mädchen und Jungen, die Lust auf Judo haben, können sich an drei Terminen bei Vanessa Nagel vom Weyher Judo-Club austoben. „Wir hatten im Voraus groß diskutiert, weil Judo nicht der kontaktloseste Sport ist“, sagt Nagel mit einem Lachen. „Aber die Kinder gehen nicht in die Kita, und wir dachten, dass es eine gute Möglichkeit ist, dass sie wieder soziale Kontakte bekommen.“ Sie sagt weiter: „Es gibt im Judo ja Werte wie Ehrlichkeit und Wertschätzung. Die Kinder sollen oft ihre Hände waschen und eine Maske tragen. Das hat auch etwas mit Respekt zu tun, und darum soll es auch gehen.“ Geschwisterkinder dürften zusammen trainieren, da sie aus einem Haushalt kommen. „Die können den anderen Teilnehmern dann zeigen, wie das richtige Judo geht.“ Platt fügt hinzu: „Geschwisterkinder werden bei der Anmeldung nicht getrennt. Sie können gemeinsam an den Kursen teilnehmen. Das ist auch gut für die Eltern.“

Medienpädagogin Brigitta Wortmann bietet am 28. Juli einen Märchenabend am Lagerfeuer im Leester Jugendhaus an. „Wir werden uns dann mit Abstand auf Decken setzen.“ Für diejenigen, die schon immer mal die Tricks der Zauberei lernen wollten, bietet Wortmann einen Zauberworkshop an. „Den machen wir online. Im Fall der Fälle kann dieser Kurs auf jeden Fall stattfinden“, so Wortmann. „Zum ersten Mal ist ein reines Onlineangebot mit dabei“, so Platt. Um den vorgegeben Abstand zu gewährleisten, werden die meisten Veranstaltungen im Freien angeboten.

Anmeldungen und Infos

Anmeldungen sind ab heute unter www.unser-ferienprogramm.de/weyhe bis zum 5. Juli möglich. Die Teilnahme kostet pro Aktion 2 Euro. Am 6. Juli erfolgt die Verlosung der Plätze, sollten einzelne Veranstaltungen ausgebucht sein. Carsten Platt wird in einer Pressemitteilung zitiert: „Es kann eventuell passieren, dass Veranstaltungen kurzfristig doch abgesagt werden müssen oder es Änderungen im Programm gibt.“

Von Lara Terrasi

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