KGS-Sanierung: Eltern verunsichert

Unterricht in Bauphase gewährleistet

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Bei der Sanierung der KGS Leeste könnten auch Räume der KGS Kirchweyhe eine Rolle spielen.

Weyhe - Von Sigi Schritt. In der Eltern- und Lehrerschaft hat das Thema „Sanierung der KGS Leeste in einem Rutsch“ laut Schulleiter Rainer Patzelt bereits hohe Wellen geschlagen – obwohl es längst noch keine Bauphase gibt und die (Vor-)Planungen noch nicht einmal abgeschlossen seien. Irritationen habe im September ein im Schulausschuss geäußerter Vorschlag der CDU ausgelöst, wonach die Oberstufe in die renovierte Förderschule der Leester Heide ziehen und diese Einrichtung ab 2016 für die Zeit der Bauarbeiten eine KGS-Außenstelle werden könnte.

Auch die Eltern der Kirchweyher KGS-Schüler diskutieren zu diesem Thema, ergänzte Direktorin Karin Busch gestern bei einem Gespräch im Rathaus. „Gerüchte basieren zwar nicht auf Fakten, sie schaffen aber Fakten“, so Patzelt. Es wäre bedauerlich, wenn Eltern die künftigen Oberstufenschüler aufgrund von Gerüchten statt zur KGS Leeste etwa zur BBS oder ans Gymnasium Syke schicken, damit sie dort ihr Abi machen.

Trotz der Sanierungsarbeiten wird der Unterricht ganz regulär möglich sein, versichert Patzelt. Sich zu so einem sehr frühen Zeitpunkt nur auf eine einzige Möglichkeit festzulegen, sei nicht zielführend.

Ob es also für den CDU-Vorschlag eine politische Mehrheit gibt, bleibe abzuwarten, äußerte sich Bürgermeister Andreas Bovenschulte kritisch. Er berichtete von der jüngsten nicht-öffentlich tagenden Lenk-ungsgruppe. Dem Vernehmen nach hätten Vertreter der SPD, der Grünen und der FDP in der Diskussion den Vorschlag der Christdemokraten abgelehnt. Somit würde die Politik die Gemeinde also nicht auffordern, die Förderschule vom Landkreis kurzfristig anzumieten.

Rainer Patzelt und Karin Busch pflichteten Bovenschulte bei. Sie glauben, dass sie bis zur Sanierung noch andere Lösungen präsentieren können, wonach auch Räume der KGS Kirchweyhe durchaus eine Rolle spielen könnten.

Um die Sanierung vorzubereiten, müsse die Schule zunächst eine Bestandsaufnahme machen, welche Räume grundsätzlich benötigt würden. Dann müsste eine Entscheidung getroffen werden, in welchen Bereichen umgebaut wird. Außerdem setze der Finanzrahmen von 6,5 Millionen Euro Grenzen.

Rainer Patzelt glaubt, dass die Schule zusammen mit den Planern eine interne Verlagerung hinbekommt, dass die Oberstufe nicht ausgelagert werden muss.

Das sei ohnehin problematisch – zumal drei Jahrgänge betrachtet werden müssten. In der Summe sind das 240 Schüler. Außerdem fehlen in Melchiorshausen Fachräume

Zurück zur KGS: Unterstellt die Abiturienten würden tatsächlich gehen, hinterlassen sie aber Räume, die viel zu klein sind, um erheblich größere Klassen der Sekundarstufe I unterzubringen. Er erhofft sich erhebliche Raumgewinne, wenn die Gemeinde die Bibliothek auslagert und die Lehrküche aus dem Hauptgebäude in den Hattesohltrakt verlegt wird. In diesem Gebäude befinden sich bereits die Mensa und sämtliche Versorgungsleitungen. Außerdem gibt es dort einen Fettabscheider. Die Lehrküche in der Nähe des kleinen Forums sei 35 Jahre alt. Eine Erneuerung sei an dieser Stelle „nicht sinnvoll“, so Patzelt.

Ob also tatsächlich Container benötigt würden, wie es die CDU befürchtet, könne man nur zu einem späteren Zeitpunkt absehen. Bis dahin habe die Umnutzung von Räumen Priorität, betont der KGS-Direktor. Ein Baubeginn im Herbst 2016 ist laut Bürgermeister nicht realistisch. 2017 könnten die Sanierungsarbeiten beginnen, so der Verwaltungschef.

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