Beamte leiten mehrere Strafverfahren ein

KGS: Polizei will nachts weiter kontrollieren

Weyhe - Von Sigi Schritt. Beschwerden der Bürger über nächtlichen Lärm auf Schulhöfen und die Klagen der Gemeinde über die Verschmutzung sowie die Zunahme von Sachbeschädigungen sind Gründe dafür gewesen, dass sich insgesamt 20 Polizisten in der Nacht zu Samstag auf den KGS-Schulhöfen in Leeste und Kirchweyhe sowie in Stuhr für eine siebenstündige Schwerpunktkontrolle beteiligt haben.

Neben den Streifenbeamten waren an dem Einsatz Kräfte des Kriminal- und Ermittlungsdienstes sowie Diensthundeführer aus Delmenhorst sowie Beamte der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Diepholz beteiligt. „Sie suchten die Schulhöfe immer wieder, zu unterschiedlichen Zeiten, auf“, berichtet auf Anfrage Franziska Mehlan, Leiterin des Leester Polizeikommissariats. Vorausgegangen sei eine Besprechung, an der sowohl Polizeibeamte als auch Mitarbeiter des Ordnungsamtes teilgenommen hatten.

„Dass wir Schulhöfe kontrollieren, ist nicht neu“, so Mehlan. Das Problem: Diese Areale sind so weitläufig, dass die Schüler üblicherweise mit den Beamten Katz’ und Maus spielen können. Das passiere regelmäßig, wenn Streifen anhalten, um sich auf den Höfen umzusehen.

Zurück zum Freitag: Am Spätnachmittag haben die Beamten zunächst harmlose Passanten angetroffen, so Mehlan. Am Abend und in der Nacht stellten die Beamten fest, dass einige Jugendliche und Heranwachsende, die diese Bildungsreinrichtungen nicht mehr besuchen, mutmaßlich mehrere Straftaten begangen haben. Die Beamten leiteten mehrere Verfahren ein – wegen Verstoßes des Betäubungsmittelgesetzes, wegen des Führens verbotener Waffen und wegen Hehlerei (wir berichteten gestern).

Welche Konsequenzen die Strafverfahren mit sich ziehen, wollen Polizei und Rathaus jetzt prüfen.

Soviel steht aber fest: Die Polizei will weiter kontrollieren. Außerdem werden die Streetwatcher, eine Gruppe ehrenamtlicher Bürger, werden weiter unterwegs sein. „Sie sind nicht da, um Straftaten aufzuklären“, erklärt Mehlan. Zu den Jugendlichen sollen die Streetwatcher Vertrauen aufbauen. Sie hätten einen anderen Auftrag als die Polizisten. „Schulhöfe sind beliebte Orte, um sich zu treffen. Die Zusammenkünfte müssen nur im Rahmen bleiben. Leise Musik und bisschen schnacken – das stellt kein Problem dar.“

Die Gemeinde sei als Eigentümer der Areale in Leeste und Kirchweyhe gefragt, was sie dort wünscht – ob sie zum Beispiel in ein Überwachungssystem investiert.

Rubriklistenbild: © dpa

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