Bürgermeister: „Wir gehen auf die Zielgerade zu”

Auf Stippvisite in der Leester KGS-Großbaustelle

Grüne Tafeln gibt es nicht mehr: Unterricht mit Beamer.
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Grüne Tafeln gibt es nicht mehr: Unterricht mit Beamer.
  • Bürgermeister Frank Seidel schaut sich auf der Baustelle der KGS Leeste um. Fünf von sieben Bauabschnitten sind bereits fertiggestellt. Der Unterricht läuft und trotzdem wird an anderer Stelle im Haus der alte Estrichboden abgebrochen. 

Weyhe – „Das wäre sicherlich eine Schule, auf die ich gerne gegangen wäre”, sagt Bürgermeister Frank Seidel bei einer Stippvisite in der KGS Leeste. Er hat sich am Donnerstag zusammen mit Astrid Bruns vom Fachbereich 5 und der Architektin Tanja Remke den Baufortschritt angesehen. „Wir gehen auf die Zielgerade zu”, so Seidel. Man sei im Zeitplan, ergänzt Tanja Remke. Sie kündigt an: „Die Kompaktsanierung wird im Sommer 2022 abgeschlossen sein.”

„Ehemalige werden die Schule kaum wiedererkennen“

Ehemalige würden die Schule kaum wiedererkennen, ist sich Astrid Bruns sicher. Die Rathaus-Mitarbeiterin gibt ein Beispiel: Die Aufenthaltsbereiche der Schüler im Untergeschoss seien erheblich größer geworden. Die Hausmeisterloge im Eingangsbereich gibt es nicht mehr. Sie ist einer hellen Sitzlandschaft gewichen.

30 Klassenräume bereits fertig

Seit dem Baubeginn im Jahr 2018 sei viel passiert, sagt Astrid Bruns. Fünf von insgesamt sieben Bauabschnitten seien bereits fertiggestellt. Insgesamt 30 Klassenräume sowie Fachräume für Werken, Kunst, Musik, Physik, Biologie und Chemie könne die Schule jetzt benutzen, ergänzt die Architektin Remke.

Während der Stippvisite blickt Frank Seidel im oberen Stockwerk in Klassenräume, die von Licht durchflutet sind. Es gibt Glasfronten als Abgrenzung für den Flurbereich. Die Lehrer der Klassen unterrichten bei geöffneten Türen: Die Beamer arbeiten auf Hochtouren. Auffällig ist, dass es sehr leise ist. Von den derzeit parallel laufenden Abbrucharbeiten in einem ganz anderen Trakt, der im siebten Bauabschnitt liegt, bekommen die Schüler offenbar nichts mit.

Die Entkernung der Räume im siebten und letzten Bauabschnitt sei wegen eines Brandschadens vorgezogen worden, so die Architektin.

Architektin Tanja Remke in der Baustelle der KGS Leeste.

Das Feuer im November war durch Brandstiftung ausgelöst worden. Die Flammen seien damals zwar schnell gelöscht worden, aber der ganze Bereich, in dem sich die ehemaligen Textil- und Kochräume samt altem Fotolabor befunden hätten, sei in Mitleidenschaft gezogen worden, so Remke. Während im Erdgeschoss dieses Traktes noch der Estrich in den Bauschutt-Container verladen wird, werde das Obergeschoss bereits aufgebaut. „Die Elektro-, sowie Heizung-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten sind bereits erledigt.“ Der Trockenbauer gestaltet jetzt die Wände, erläutert sie. An der Decke sind die langen Kabelstränge sichtbar. Jeder Raum bekomme einen schnellen Internet-Anschluss.

Kompaktsanierung KGS Leeste: Das Bild zeigt die Umrisse des ehemaligen Fotolabors der Schule.

Glasfaseranschluss für die KGS Leeste

Die Schule verfügt laut Seidel bereits über einen Glasfaser-Anschluss, über den der Datenverkehr bereits seit Monaten abgewickelt werde.

Der Komplex im siebten Bauabschnitt werde künftig dem Ganztagsbereich zur Verfügung stehen, sagt Astrid Bruns. Die jungen Nutzer würden in diesem Trakt die Büros für Beratungslehrer und Sozialpädagogen finden.

KGS Leeste: Architektin Tanja Remke (r.) und Rathaus-Mitarbeiterin Astrid Bruns besichtigen die Baustelle.

Die auf links gedrehte Schule komme an, berichtet die Architektin. Es gebe viele positive Reaktionen aus der Lehrerschaft sowie von Schülern und Eltern. Das Lichtkonzept sei ebenso aufgegangen wie die Gestaltung der Flure und Aufenthaltsbereiche mit Möbeln.

Die Schule verfüge durchgängig über einen Industrieparkett-Boden. Das ist ein Boden, der aus Holzresten hergestellt wurde. Dieser dünste nicht aus, und man könne ihn bei Bedarf abschleifen, nennt die Architektin die Vorteile. Das Parkett besteht aus einer 1,5 Zentimeter dicken Holzoberfläche. Diesen Boden gibt es sowohl im ersten Stock als auch im Erdgeschoss.

Aufzug für Rollstuhlfahrer

Auch an Rollstuhlfahrer ist gedacht: Vor dem Eingang zu den Räumen für den naturwissenschaftlichen Unterricht ist ein Aufzug montiert. Dieser sei in den Schacht eingebaut worden, in dem sich auch der alte befunden hat.

Außerdem soll die Schule einen zweiten Aufzug erhalten. Der soll auf der Rückseite des Hattesohl-Traktes, der sich der von Grundschule und KGS gemeinsam genutzten Aula anschließt, installiert werden. Das soll in den Sommerferien geschehen.

Die Architektin hofft, dass es künftig keine Vandalismusschäden gibt, weil sich die Schüler mit ihrer neuen Schule identifizieren. Sie hätten sie mitgestalten dürfen.

Die Kosten würden die 20-Millionen-Grenze nicht überschreiten, sagt Remke.

Von Sigi Schritt

Wird noch eingerichtet: Ein Fachraum für Biologie.
Kompaktsanierung KGS Leeste: Alter Estrich aus dem siebten Bauabschnitt.

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