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Laufen für Unicef: Runde um Runde für Kinder in Not

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Von: Sigi Schritt

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Stau am Start: Hunderte Schüler starten am Freitagmorgen gegen 8.30 Uhr zwischen Freibad und Kita am Neddernfeld zu einem Benefiz-Lauf.
Stau am Start: Hunderte Schüler starten am Freitagmorgen gegen 8.30 Uhr zwischen Freibad und Kita am Neddernfeld zu einem Benefiz-Lauf. © Sigi Schritt

KGS Kirchweyhe veranstaltet erstmals Benefiz-Lauf zugunsten von Unicef

Weyhe – Eine neue Fridays-for-Futur-Demo? So mancher Autofahrer hat sich am Freitag sicherlich gewundert, dass in Kirchweyhe zwischen Freibad und der Kita am Neddernfeld Hunderte Schülerinnen und Schüler zusammengekommen sind. Sie trafen sich dort aber nicht, um sich für die Klimarettung einzusetzen, sondern es ging um eine ganz andere Hilfe. Erstmals veranstaltete die KGS Kirchweyhe einen Benefiz-Lauf zugunsten von Unicef, erklärt KGS-Direktorin Sabine Messer.

Alicia Berisa: „Wir laufen für Kinder in Not“

„Wir laufen für Kinder in Not“, erläuterte Alicia Berisa, die sich vorgenommen hat, ganz viele Runden zu drehen. Die 14-jährige KGS-Schülerin hatte sich im Vorfeld mehrere Sponsoren gesucht, die am Ende den Lauf versilbern sollen.

Benefiz-Lauf an der KGS Kirchweyhe
Die Neuntklässlerin Alicia Berisa will einen dreistelligen Betrag erlaufen. © Sigi Schritt

Sportlehrer Ole Prehn konzipiert Rundkurs

Der Sportlehrer Ole Prehn hatte mit Zehntklässlern einen Rundkurs von zwei Kilometern konzipiert. Deshalb war die Straße Am Neddernfeld für mehrere Stunden voll gesperrt. Der Rundkurs führte die Läufer über die Espenstraße, Kleiber- und Lerchenweg übers Neddernfeld wieder zurück zum Anfangspunkt. Dort hatten Zehntklässler um Jasmin Drettmann bereits eine Station errichtet, um die vielen Laufzettel abzustempeln: Jeder Stempel bestätigt, dass ein Läufer eine zwei Kilometer lange Runde gelaufen oder gegangen ist. „Ganz viele Schüler sind motiviert“, sagte Jasmin Drettmann. „Sie rennen schnell, weil sie Runden schaffen wollen“, ergänzte sie. Auf den Zetteln jener Läufer seien viele Stempel zu sehen. An einer anderen Station warteten Zehntklässler um Singa Krön. Ihre Aufgabe: Die kleinen Urkunden entgegenzunehmen und zusammenzurechnen, was die Sponsoren für jede Runde bezahlen müssen. „Wir rechnen mit einem vierstelligen Betrag. Wenn es gut läuft, wird er sogar fünfstellig“, so Singa Krön. Die Neuntklässlerin Alicia Berisa wolle ihre guten Chancen nutzen, um eine dreistellige Summe abzuliefern. Deshalb will sie sich sehr ins Zeug legen.

Bürgermeister Frank Seidel schickt Schüler auf die Strecke

Bürgermeister Frank Seidel hatte die Schüler auf die Strecke geschickt. Ihm gefiel es, dass die Schüler mit ihren Mitteln Not und Elend von Kindern auf der ganzen Welt etwas entgegensetzen. Dass die Kirchweyher Schüler erstmals für Unicef spenden, findet er „einen spannenden Ansatz“ auch für den weiteren Unterricht. Der Weyher Verwaltungschef erinnert daran, dass Run-for-Help-Läufe in der Wesergemeinde Tradition hätten und dass nur dadurch der Bau mehrerer Schulen in Mosambik ermöglicht worden sind.

Lehrer Ole Prehn berichtete, dass die Kirchweyher KGS-Schüler in Jahrgangsversammlungen wurden, was mit dem Geld passieren soll. „Es war der Wunsch aus der Schülerschaft, Kinder zu unterstützen. Im Jemen gibt es Kinder, die unterernährt sind. Die Spenden sind zweckgebunden und kommen an.“

Neben der finanziellen Hilfe hat das Lauf-Event noch einem anderen Aspekt: die Steigerung der Grundfitness. Die sei unter den Schülern ganz unterschiedlich ausgeprägt, so der Sportlehrer. „Das ist abhängig vom Elternhaus.“ Es mache grundsätzlich große Mühe, Kinder zu überzeugen, Sport zu treiben, um die Basis für eine lebenslange Gesunderhaltung zu haben. „Zwei Stunden Schulsport in der Woche reichen nicht aus.“ Es müsse auch privat Sport getrieben werden, so der Lehrer. Durch Sport würden seiner Ansicht nach Charaktereigenschaften geprägt: Man lernt, wie man mit Niederlagen und mit Siegen umgeht.

Kurzer Stopp an der Stempelstation: Die Zehntklässler (links) bestätigen, dass die Läufer eine zwei Kilometer lange Runde geschafft haben.
Kurzer Stopp an der Stempelstation: Die Zehntklässler (links) bestätigen, dass die Läufer eine zwei Kilometer lange Runde geschafft haben. © Schritt, Sigi
Benefiz-Lauf an der KGS Kirchweyhe: Lehrer und Eltern reichen Erfrischungen.
Benefiz-Lauf an der KGS Kirchweyhe © Sigi Schritt
Benefiz-Lauf an der KGS Kirchweyhe
Benefiz-Lauf an der KGS Kirchweyhe: Diese Zehntklässler nehmen die Laufzettel in Empfang. © Sigi Schritt

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