B-Plan „Südlich Henry-Wetjen-Platz“

„Keine Schleichwege schaffen“

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Die Gemeinde will auf diesem 2,5 Hektar großen Gelände ein sogenanntes „urbanes Gebiet“ entwickeln. Dem (privaten) Parkplatz der Augenklinik soll sich ein öffentlicher Stellplatz der Gemeinde anschließen. - Foto: Schritt

Weyhe - Von Sigi Schritt. Der Bauausschuss hat die Planinhalte des vom Oldenburger Büro „Plankontor Städtebau“ entwickelten Bebauungsplan „Südlich Henry-Wetjen-Platz“ einstimmig gebilligt. Außerdem hat er dem Rat empfohlen, einen Beschluss über die frühzeitige Beteiligung zu fassen.

Damit verbunden soll das Gremium ebenfalls die 14. Änderung des Flächennutzungsplans akzeptieren. Es geht um ein 2,5 Hektar großes Gebiet, derzeit noch reine Ackerfläche, die von der Kirchstraße und der Leester Straße ebenso begrenzt wird wie vom Lerchenhof und dem neuen Augenzentrum Klatt.

Wie die Oldenburger Raumplanerin Franziska Lüders erläuterte, seien Ziel und Zweck der Planung die Bereitstellung von Bauflächen für die Ansiedlung von Betrieben und Praxen. Neben dem Platz für Gesundheitsdienstleister sollen ebenso Wohnbauflächen geschaffen werden. 

Eine Stellplatzfläche ist laut Lüders ebenso vorgesehen, die sich an den Privatparkplatz der Augenklinik anschließt. Der öffentliche Parkplatz umfasst insgesamt eine Fläche von rund 2300 Quadratmetern. Zwei Bauflächen der Gemeinde seien rund 1800 und rund 2 700 Quadratmeter groß. Drei weitere Flächen (3 000, 2 700 und 6 000 Quadratmeter) bleiben im Besitz der derzeitigen Eigentümer.

Ebenfalls noch ein Acker: Dies soll eine Potenzialfläche für ein neues Wohngebiet sein.

Das Oldenburger Büro geht von einem sogenannten „urbanen Gebiet“ aus – also ein Areal, das einer gemischten Nutzung unterliegt und zwischen einem Kern- und einem Mischgebiet liegt. Dort sollen auch kulturelle und soziale Einrichtungen Domizile beziehen können. Die Raumplanerin geht von Gebäudehöhen von rund 13 Metern aus. Wesentlich sei, dass die Eigentümer der Neubauten das Oberflächenwasser komplett auf den dafür zur Verfügung stehenden Grundstücken versickern lassen müssen.

Außerdem hat das Büro einen Verbindungsweg geplant, der von der Leester Straße zur Kirchstraße eingezeichnet ist und laut zuständigem Fachbereichsleiter Steffen Nadrowski einmal als „leistungsfähige Anbindung“ eines weiteren Wohngebiet dienen könnte. Das soll sich an die Häuser der Bonner Straße anschließen. „Das ist eine Potenzialfläche“, ergänzte Baudirektor Nadrowski. 

Dieser Aspekt führte zu eine Reaktion aus der Zuhörerschaft: Gemeindearchivar Wilfried Meyer aus Melchiorshausen, der die Sitzung von den Zuschauerbänken verfolgte, äußerte Bedenken, dass der motorisierte Verkehr aus Kirchweyhe mit Fahrziel Richtung Melchiorshausen und umgekehrt diese Straße als Abkürzung nutzen würde. Die Henry-Wetjen-Platz-Kreuzung werde damit umgangen.

Diese Straße müsse nicht sofort in voller Ausdehnung ausgebaut werden, entgegnete der Nadrowski. „Wir wollen keine Schleichwege schaffen“, sagte er.

Über die hohe Anzahl der Parkplätze wunderte sich die Grüne Annika Bruck. Sie monierte, dass immerhin eine große Fläche versiegelt werde: „Das ist ein ganz schöner Klopper.“ Die Verwaltung möge lieber mehr Parkplätze für Räder schaffen.

Für Ingrid Söfty (CDU) ist dieser Beschluss über die frühzeitige Beteiligung ein guter „erster Aufschlag“. „Wir warten auf Anregungen und Veränderungen.“

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