Ausschuss-Mitglieder stimmen über Investitionsmaßnahmen für das Jahr 2021 ab

Keine Flutlichtanlage: „Nichts Vernünftiges zu diesem Preis“

Weyhe – Wie viel Geld will die Gemeinde Weyhe im kommenden Jahr für Investitionen in die Hand nehmen? Diese Frage war unter anderem Thema während der Sitzung des Ausschusses für Sport und Kultur am Dienstagabend im Weyher Rathaus. Einige Fraktionen hatten vorher Antragsänderungen vorgelegt, die Ausschussvorsitzender Dr. Dennis-Kenji Kipker (CDU) vorgestellt hat.

Änderungen gab es beim Bereich „Kunstförderung“, zu dem der Ankauf von Kunstgegenständen gehört. Investitionen von jeweils 2 500 Euro sind jeweils dafür eingestellt worden, so Kipker. Die FDP-Fraktion hatte vorher eine komplette Streichung beantragt.

Joyce Budelmann von der FDP begründete es damit, dass in dieser Zeit gespart werden müsse. Sie hat sich daher dafür ausgesprochen, diese Investitionsmaßnahme ein Jahr zu überspringen.

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Annika Bruck, entgegnete: „Kunst und Kultur haben es echt schwer im Moment und das ist der letzte Bereich, wo wir sparen sollten.“ Die Mehrheit sprach sich dagegen aus, den Posten als Investitionsmaßnahme für 2021 zu streichen.

Als nächstes ging es um den Um- beziehungsweise Neubau des Umkleidetraktes der Zentralen Sportanlage Weyhe (ZSA). Die Grünen-Fraktion hatte im Vorfeld die komplette Streichung des Postens in Höhe von 100 000 Euro beantragt. Bruck wünsche sich ein Sportstätten-Konzept. Sie als „Laie“ fühle sich nicht ausreichend über das Thema informiert. Sie wollte wissen, ob die Vereine einen Neubau bevorzugen oder eine Sanierung ausreichend sei.

Fabian von Weyhe, Leiter des Fachbereichs Bildung und Freizeit, berichtete, dass sich die Gemeindeverwaltung mit den Vereinen noch mal ausgetauscht hätte. Eine Sanierungsvariante würde den Vereinen genügen. Für sie wäre es eine „deutliche Verbesserung“, so von Weyhe. Die Grünen-Fraktion zog daraufhin ihren Antrag zurück.

Nächstes Thema: Flutlicht auf der Tennisanlage (80 000 Euro). Die FDP-Fraktion hatte beantragt, 70 000 Euro für diesen Posten zu streichen. Budelmann sagte dazu, dass sie vom Vorsitzenden des Tennisvereins gehört habe, dass für eine Flutlichtanlage 10 000 Euro ausreichend seien. Diese Anregungen habe die Gemeinde damals überprüfen lassen, so von Weyhe. „Das waren LED-Strahler aus China, da gab es keine technischen Informationen.“ Man sei zur Erkenntnis gekommen, „dass man zu diesem Preis nichts Vernüftiges bekommt“. Budelmann entgegnete daraufhin, die komplette Summe zu streichen.

Bruck fühle sich nicht ausreichend informiert, um so eine „große Summe in den Haushalt zu stellen“. „Wenn ich weiß, dass viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene, dort Tennis spielen, dann kann ich das befürworten, dass wir für Sport das Geld ausgeben. Aber mir fehlen die Zahlen.“ Einstimmig haben die Mitglieder entschieden, die 80 000 Euro für den Posten Flutlichtanlage rauszunehmen.

Dann ging es um den Kunstrasenplatz 3. „Das ist eine Position von 310 000 Euro, die eingestellt wird“, so Kipker. Sowohl die Grünen-Fraktion als auch die FDP-Fraktion hatten beantragt, den Punkt zu streichen. „Wir haben einen irren Anwachs von fußballspielenden Kindern, das freut mich natürlich“, so Bruck. Daher hat sie den Streichantrag schnell wieder zurückgezogen.

Siard Schulz von der SPD verdeutlichte die Notwendigkeit des Kunstrasenplatzes. „Es sind immer mehr Fußballteams, die sich dort bewegen.“ Der Platz sei nur schwer bespielbar.

CDU-Fraktionsvorsitzender Dietrich Struthoff findet, dass man auch investieren müsse, damit die Zentralsportanlage ihren Wert erhalte. „Sie wird von vielen Bürgern genutzt. Wir brauchen diese Anlage und müssen investieren. Wir sind auch dafür, diese 310 000 Euro dieses Jahr bereitzustellen.“ Mehrheitlich haben sich die Mitglieder dafür ausgesprochen, die 310 000 Euro als Investitionsmaßnahme für 2021 nicht zu streichen.

Der letzte Punkt, der Änderungsanträge enthielt, war das Thema Ballfangzaun. Die Gemeinde hat dafür 7 500 Euro in den Haushalt eingestellt. Die SPD-Fraktion hatte eine Kürzung von 5  000 Euro beantragt, die FDP-Fraktion die komplette Streichung. Siard Schulz habe gehört, dass der TSV Melchiorshausen den Ballfangzaun selber bauen würde, wenn er von der Gemeinde das Material bekäme. Diese Überlegung stieß auf Zuspruch der Liberalen, die daraufhin ihren Antrag zurückgezogen haben. Hans-Wilhelm Niemeyer (SPD) erzählte, dass er mit dem Verein gesprochen hätte. „Aufgebaut wird die Anlage von einem Fachbetrieb. Es geht nur um die Materialkosten, das sind grob geschätzt 2 500 Euro.“ Einstimmig folgten die Mitglieder dem Antrag der SPD, den Posten auf 2 500 Euro herabzusetzen.  lat

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