Kantorei und Bremer Ratsmusik führen Messias-Oratorium von Händel auf

„Der Abend ist auch für Klassikeinsteiger geeignet“

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Die Felicianuskantorei probt unter Leitung von Elisabeth Geppert das Messias-Oratorium von Händel.

Kirchweyhe - Wer im Internet bei Youtube.de unter den Stichworten „Flashmob“ und „must see“ sucht, findet einen Clip über ein Spontan-Konzert eines Chors, der mit seinem Auftritt und der Darbietung des Hallelujah-Stücks die Besucher eines Einkaufszentrums in den USA verblüfft und begeistert. Mehr als 47 Millionen Mal haben Zuschauer den Clip angeschaut.

Dieses Stück von Georg Friedrich Händel ist Teil des Oratoriums „Der Messias“, den die Felicianuskantorei in Kooperation mit der Bremer Ratsmusik am Sonntag, 6. Dezember, um 18 Uhr in der Felicianus-Kirche aufführen will. Die musikalische Leiterin Elisabeth Geppert hat dafür vier Solisten als Unterstützerinnen gewinnen können: die Sopranistin Manja Stephan, Kerstin Stöcker (Alt), Clemens C. Löschmann (Tenor) und Gotthold Schwarz (Bass). Insgesamt sieht das Publikum im Altarraum rund 90 Akteure, die das in London uraufgeführte Werk in seiner Originalsprache singen. „Vor 20 Jahren hatten wir es auf Deutsch gesungen“, sagte Geppert.

Obwohl der Komponist aus Deutschland stammt (1685 bis 1759) , gelangte er über Stationen in Norddeutschland nach Italien und zum Schluss nach England. „Die Engländer verehren Händel sehr. Sie stehen auf, wenn das Lied erklingt, weil es den Rang einer Nationalhymne hat“, sagt Werner Torst, Tenor-Stimme der Felicianuskantorei, der genauso von dem Messias-Oratorium schwärmt wie seine Mitstreiter Anke Duwe (Sopran) und Gudrun Ibrom (Alt). Geppert ergänzt, dass Händel mit 600 Stücke wie Opern, Serenaden, Oden und Kammerkantaten mehr Werke komponiert hat als Ludwig van Beethoven und Johann Sebastian Bach zusammen. „Es war ein schaffenskräftiger Junggeselle, der zwar im gleichen Jahr wie Bach geboren wurde, aber länger lebte“, so Geppert.

Der Abend sei auch für Klassikeinsteiger bestens geeignet, sagt sie. „Man muss keine Vorbildung haben, um die Musik zu verstehen. Im Programmtext steht außerdem der deutsche Text.“ Geppert verspricht den Gästen einen Hörgenuss, der über den einer Musik-CD weit hinausgeht. Einen Flashmob mit Händel-Musik könnte Geppert auch organisieren, doch im Gegensatz zu dem US-Supermarkt sei die Felicianuskirche „einfach wunderschön“ und sie habe eine „sehr gute Akustik“.

Die Kirchenmusikerin hofft, dass sie 400 Klassikbegeisterte in die Kirche locken kann. Bis zur 20. Reihe sind die Plätze nummeriert.

Es gibt Karten in allen Kategorien. Sie kosten 12, 20 und 23 Euro (Ermäßigt: 7, 15 und 18 Euro). Tickets sind in allen bekannten Vorverkaufsstellen unter anderem in den Geschäftsstellen der Mediengruppe Kreiszeitung erhältlich. Restkarten an der Abendkasse.

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