Delme-Werkstätten: Landkreis und Feuerwehr sorgen für reibungslosen Ablauf

Kantine wird zum hausinternen Impfzentrum

Sekundensache: Laurenz Vial vom Rettungsdienst Diepholz verabreicht Christopher Fus eine Impfung mit dem Präparat von Biontech-Pfizer.
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Sekundensache: Laurenz Vial vom Rettungsdienst Diepholz verabreicht Christopher Fus eine Impfung mit dem Präparat von Biontech-Pfizer.

Weyhe – „Die Impf-Spritze hat überhaupt nicht wehgetan“, kommentiert Christopher Fus den kleinen Piks. „Das will ich hören“, scherzt Laurenz Vial vom Rettungsdienst Diepholz. Er gehört dem mobilen Team an, das derzeit in der Kantine der Delme-Werkstatt in Weyhe mit Hilfe der Feuerwehr die Angestellten und Beschäftigten impft.

Die Mitarbeiter der Delme-Werkstatt haben diesen Impf-Termin – wie Kalle Jabs, Leiter der Einrichtung sagt – aufwendig vorbereitet. Und die Abwicklung klappt wie am Schnürchen. So könnten die Menschen schnell durchgeschleust werden. An der Essensausgabe lassen sich die Impfwilligen hausintern registrieren. Nur ein paar Schritte, dann geht es bereits in die Kantine, wo schon Andreas Unger von der freiwilligen Feuerwehr Bruchhausen-Vilsen und Christian Meinen vom Rettungsdienst des Landkreises warten und die Impfwilligen nochmals registrieren.

Dirk Seifert, Leiter des Rettungsdienstes des Landkreises, erläutert das Prozedere. Die Menschen werden in unserem Computer-System aufgenommen. Anschließend müssen sie ein ärztliches Aufklärungsgespräch absolvieren. Dann folgt der Piks. Die Geimpften dürfen dann 15 Minuten warten. Das Landkreis-Team will herausfinden, ob eine allergische Reaktion folgt. „Aber ich habe noch nicht eine erlebt.“

Welcher Stoff wird verimpft? Dirk Seifert macht den Deckel einer Kühlbox auf und zeigt ein Präparat. Mit dem von Biontech-Pfizer entwickelten Impfstoff aus dem kleinen Fläschchen, würde sein Team sechs Einmal-Spritzen aufziehen können, erklärt Seifert.

Dass seit dem Vortag die Impfwilligen ein neues Dokument ausfüllen mussten, hat weder das Team der Delme-Werkstatt noch das Impf-Team ausgebremst. Es zeigt eine gewisse Routine. Neben dem Deutschen Roten Kreuz sei nämlich auch der Rettungsdienst in das Impfgeschehen im Kreis eingebunden, berichtet Dirk Seifert. So stelle der Landkreis für jeden Tag ein Zweier-Team für das Impfzentrum Bassum. Wie das DRK betreibt der landkreiseigene Rettungsdienst Wachen: In Brinkum, Bruchhausen-Vilsen, Drentwede und Ströhen.

Nach der Diskussion um das Für und Wider der verschiedenen Präparate hätte für viele Beschäftigte die Ankündigung, eine Impfung mit dem Bontech-Pfizer-Stoff zu bekommen, einen positiven Schub ausgelöst, so Kalle Jabs. Es sei spürbar gewesen, dass die Menschen zuvor „in Sorge“ waren und Ängste geäußert hätten. Doch das ändere sich gerade. In Weyhe hätten sich 125 Menschen verbindlich angemeldet.

Ziel sei es, alle Mitarbeiter und Beschäftigte der Delme-Werkstätten im Kreis Diepholz zu impfen. Für die Standorte Delmenhorst und Ganderkesee sei dies bereits erfolgt, so Jabs. Auch er hätte eine Covid-19-Impfung bekommen – mit AstraZeneca, so Jabs. Start im Nordkreis ist in Weyhe, im Südkreis in Diepholz. Es folgen in den nächsten Tagen Bassum und Sulingen. Die Mitarbeiter aus Syke wurden auf die Häuser aufgeteilt.

Unterm Strich sollen durch das mobile Impfteam des Landkreises rund 700 Delme-Mitarbeiter einen Schutz gegen das Coronavirus bekommen.

Von Sigi Schritt

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